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Psychologie
#1
Impfkritisches zum Hören


Corona-Leugnung - eine  Blasphemie, die nach Bestrafung verlangt. Die Gesellschaft will gerettet werden!
Essay von Politikwissenschaftler, Psychologe und Publizist Alexander Meschnig
Die Corona-Impfung als Kommunion , Radio München


Die Psychologie des Verschwörungsleugners: Ein Blick auf jene, die spotten. , Radio München
Original von Tim Foyle: On The Psychology Of The Consipracy Denier; A closer look at the class that mocks)
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#2
Zusammenfassung CA Sitzung 15 mit Gerald Hüther von 1/2021 (Video)

Maskenzwang und Angstbewältigung
  • Kognitive Argumente vermutlich ohne Sinn, die Angst vor sozialer Isolierung ist dominant
  • Bevölkerung identifiziert sich mit der Maske als Lösung
  • Angst aufgrund blosser Vorstellung kann durch Dritte verstärkt werden - weitverbreitet als Manipulations- und Motivationsmittel in Erziehung, Religion, Werbung

Zwei irrationale Möglichkeiten der Angstbewältigung
  • Einerseits Befolgen von Expertenrat als "Rettung", als Strategie zum Umgang mit der eigenen Angst
  • Schuldzuweisung/ Verschwörungstheorieen als weitere Strategie zur Bewältigung unspezifischer Angst.
Beide Gruppen eher unzugänglich.

Gegenstrategie
  • Entlarven, die Ursache der Angst begreiflich machen
  • Verursacher direkt ansprechen: "Warum tun Sie das?" Rolle entlarven, Gegenreaktion provozieren: Auch beim Verursacher sind kognitive Argumente sinnlos, da dessen eigene Bewältigungsstrategie.
  • Verwandlung zu mehr Eigenverantwortung anstossen:
    • "Versuche, liebevoller mit Dir selbst umzugehen." Selbst denken lassen. Keine Ratschläge erteilen da sonst wieder Objekt anderer Interessen. Ziel: Das Leben wieder selbst gestalten, Eigenverantwortung neu erlernen.
    • Eigenverantwortung wirkt diffusen Ängsten entgegen. Vergleich Schweden / Deutschland
    • Erzieherische Umgang mit den Kindern: Objekte von Belehrungen und Massnahmen, somit Gewöhnung an Fremdbestimmung, Verantwortungslosigkeit.

Journalismus
  • Es geht nicht um objektive Berichterstattung sondern um Kundenbindung, Bedürfniserfüllung. Als Beispiel erzählt Hüther vom Ergebnis eines Gesprächs mit der Spiegelredaktion in dieser Sache.
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#3
Zusammenfassung CA Sitzung 87 (englisch) mit Mattias Desmet (Video)


Psychiater und Universitätsprofessor Mattias Desmet beschreibt die Phasen der Massenpsychose:
  1. Soziale Isolierung, Einsamkeit, fehlende soziale Bindung eines grossen Teils der Bevölkerung. Konstante Zunahme seit Beginn der Industrialisierung
  2. Bestimmungslos, Sinnlosigkeit des Daseins
  3. Unbestimmte Ängste
  4. Frustration, Aggression

Dann folgt:
  • Projektion auf eine mehr oder weniger logische Ursache und Strategie der Bekämpfung (das Narrativ)
  • Gemeinsames Bestehen der Herausforderung, dabei keine soziale Bindung unter Individuen, sondern zwischen Individuen und der Gruppe
  • Aggression gegen diejenigen, die nicht mitspielen.


Erfolg:
  • Neuer Sinn im Leben
  • Unbestimmte Ängste werden auf ein Objekt gerichtet und somit beherrschbar
  • Rationale Erwägungen spielen keine Rolle mehr, das Ritual der Gruppe als Demonstration der Zugehörigkeit wird wichtiger als die Sache.


Der Treiber der Massenpsychose ist das neu gewonnene Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Aussage ist konsistent mit dem weiter oben verlinkten Podcast (die Corona-Impfung als Kommunion).
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#4
Corinna Straßner: Werde ich manipuliert? 15 Anzeichen daß Du aktiv mißbraucht wirst. (PDF)
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#5
(22.09.2021, 21:05)ge54e schrieb: Impfkritisches zum Hören


Corona-Leugnung - eine  Blasphemie, die nach Bestrafung verlangt. Die Gesellschaft will gerettet werden!
Essay von Politikwissenschaftler, Psychologe und Publizist Alexander Meschnig
Die Corona-Impfung als Kommunion , Radio München


Die Psychologie des Verschwörungsleugners: Ein Blick auf jene, die spotten. , Radio München
Original von Tim Foyle: On The Psychology Of The Consipracy Denier; A closer look at the class that mocks)

Der Link N°2 ist einsame Spitze. Den anderen muss ich noch hören.
Super Fund ge54e . Danke dir . .....Ich höre die jetzt öfter.
 (ihr findet mich --> https://www.demokratie-netz.eu/forum1 )
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#6
(Auszug aus der CA Sitzung 36 mit Georg Lind)

Demokratische Kompetenz und demokratische Orientierung

Dr. Georg Lind war bis 2010 Professor für Psychologie an der Universität Konstanz, freier Autor und Lehrerausbilder. Sein Hauptinteresse galt der Moral- oder demokratischen Kompetenz und deren Abgrenzung zur moralischen oder demokratischen Orientierung. 


Die moralische oder auch demokratische Kompetenz ist nach Lind die Fähigkeit, Argumente anhand ihrer moralischen Qualität zu beurteilen sowie die Fähigkeit der Problem- und Konfliktlösung durch Denken und Diskussion.

Denkfähigkeit in diesem Zusammenhang meint aber nicht die Fähigkeit zu einem kontemplativen Denken, sondern die Fähigkeit, zwischen gegensätzlichen Gewissheiten abzuwägen, moralische Dilemmas zu lösen und mit Andersdenkenden zu diskutieren, auch und gerade dann, wenn die Angst das Denken und Diskutieren zu lähmen droht.


Die demokratische Orientierung oder auch Gesinnung ist dagegen für die lebendige Demokratie wertlos. Sie meint in diesem Zusammenhang die Meinungs- und Autoritäts-Konformität. Die demokratische Orientierung lässt sich im Gegensatz zur demokratischen Kompetenz zwar simulieren („Ich bin Demokrat“, „Ich würde niemals Rechts wählen“, …), kann jedoch recht einfach enttarnt werden:

Demokratisch und moralisch inkompetente Menschen gehen auf Argumente nicht ein, sondern beurteilen diese auf Basis der Übereinstimmung mit der eigenen Meinung. Ihre Mittel der Konfliktlösung sind Gewalt und Zerstörung, Betrug, Ignorieren oder die Unterwerfung unter eine Autorität.

Selbst die besten Argumente prallen an ihnen ab, selbst die unsinnigsten werden verwendet, wenn sie die eigene Meinung stützen. Dies zeigt sich eindrücklich im von Lind selbst entwickelten MKT (Moralische Kompetenz-Test). Dieser misst drei Parameter:
  • Die Orientierung an der Meinungs-Konformität des Arguments
  • Die Orientierung an der Autorität des Forschers
  • Die Orientierung an der moralischen Qualität des Arguments
Der Index für Moralkompetenz im MKT ist der “C-Wert” (für Competence). Die Skala reicht von 0 bis 100:
  • 0: Der Teilnehmer kann eine Meinung nicht von einem Argument unterscheiden
  • 20: Der Teilnehmer akzeptiert (fast) alle meinungs-konformen Argumente völlig(”+4″) und lehnt (fast) alle Gegenargumente völlig ab (”-4″)
  • 50: Der Teilnehmer akzeptiert stützende Argumente nur in dem Maß, wie er sie für moralisch angemessen hält
  • 100: Der Teilnehmer akzeptiert auch Gegenargumente, wenn er sie für moralisch angemessen hält

Der MKT: Links ein Beispiel für volle Ablehnung oder Übereinstimmung unabhängig von der Qualität der Argumente (geringster C-Score), rechts teilweise oder volle Ablehnung oder Übereinstimmung abhängig von der Qualität der Argumente (hoher C-Score)

Für Deutschland liegt nach den Erhebungen von Georg Lind der mittlere Score bei unter 20, also in einem Bereich, in dem Demokratie eigentlich nicht möglich sein sollte bzw. gefährdet ist.




Ein pädagogischer Ansatz zur Verankerung demokratischer Kompetenz in der Gesellschaft

Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und Zusammenarbeit sind nach Lind ohne demokratische Kompetenz nicht zu halten, ohne diese eine Demokratie nicht dauerhaft. Der Mangel an Denkfähigkeit sei aber nicht, wie Kant meint, vom Einzelnen selbst verschuldet, sondern Folge einer ungenügenden Vorbereitung der Menschen auf das Leben in einer Demokratie durch die Schule.

Linds Ansatz für eine demokratischere Gesellschaft ist folglich pädagogischer Art, nämlich die gezielte Schulung der Fähigkeit, Probleme und Konflikte demokratisch durch Denken und Diskutieren zu lösen, die Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion (KMDD) als Grundlage der Heranbildung moralischer Kompetenz bereits im Schulalter.

Im Gegensatz zu anderen Ansätzen steht dabei nicht das Dilemma selbst im Vordergrund – welches häufig nicht eindeutig gelöst werden kann und dessen Lösung vorzugeben nicht Aufgabe des Trainers sein kann – sondern die Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten.

Ziel ist also nicht die Vermittlung einer erwünschten moralischen oder ideologischen Position bzw. einer Konformitität mit extern vorgegebenen Normen, sondern das Anregen und die Entwicklung eigenen moralischen Denkens, die Vermittlung von Einsicht auch für Argumente von „Nicht-Freunden“ und die Erzielung von Angstfreiheit beim Vorbringen eigener Ansichten.

In der Dilemmadiskussion nach der Methode KMDD werden (vorgegebene) Argumente gemäss den Kriterien des o.g. MKT diskutiert. Sie hat nur wenige einfache Regeln:
  • In Übereinstimmung mit Art.5 GG darf darf jede Ansicht geäussert werden
  • Persönliche Wertung (Lob, Tadel) ist nicht erlaubt.
  • Der Redner bestimmt jeweils den nachfolgenden Redner aus der „gegnerischen“ Gruppe und übernimmt während der Rede des Nachfolgers selbst die Moderation.
  • Der Lehrer oder Coach zieht sich nach der An-Moderation als Moderator zurück.
  • Dauer: 90 Minuten
  • Teilnehmer: Zwei „gegnerischen“ Gruppen zu jeweils 3-4 Teilnehmern
  • Häufigkeit: Nur etwa jährlich (um Ermüdung und Übersättigung zu unterbinden).


Lt. Georg Lind sind durch Anwendung von KMDD im Gegensatz zu anderen Methoden mit geringem zeitlichen Aufwand erhebliche Verbesserungen im MKT-Score zu erreichen, d.h. eine stärkere Gewichtung der Qualität der Argumente und somit eine Stärkung der moralischen und demokratischen Kompetenz.



Ausblick
Bei einem systematischen Roll-Out würden je Schule nur ein oder zwei entsprechend geschulte Lehrkräfte gebraucht. Diese Methode könnte ein einfacher und vor allem realistischer Ansatz sein, unserer Gesellschaft innerhalb weniger Jahre ihre demokratische Basis wiederzugeben.



Quellen und Verweise

dieBasis Podcast #73
Vandalismus - Ausdruck demokratischer Orientierung

schule-bw.de
Ablaufschema KMDD: Einführung in die Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion (KMDD) von Georg Lind, Universität Konstanz (PDF)
Sammlung Dilemmata
Lind: Panik als Seuche
Georg Lind zum MKT: Wie kann man moralische Orientierung im Verhalten erkennen?
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#7
Einteilung von Gruppen von Menschen in verschiedene Kategorien nach Clare W. Graves (US-amerikanischer Psychologe, 21.12.1914 - 3.1.86)


In Anbetracht der de facto Aufhebung der Gewaltenteilung, der Missachtung der Gesetze durch Verwaltungen und Staatsbedienstete, dem Druck auf Andersdenkende, dem offenbar von vielen Europäern und speziell Deutschen mit grosser Freude erwarteten Social Credits System:

Auf welcher Stufe stehen die psychologisch?
Stammes Menschen passt gut, finde ich : Finden von Sicherheit, Clan-Bildung, Gefolgschaft gegenüber Autorität und dem Stammesführer, Abhängigkeit von anderen Personen ohne den Drang nach persönlicher Freiheit.

Diese Einteilung kann man auch gut mal hervorholen, wenn man bei der Arbeit nicht recht in's Team zu passen scheint (ist es denn überhaupt ein Team?)
Die Übergänge zwischen den Stufen sind fast interessanter als die eigentlichen Stufen, da die Defizite der vorhergehenden Stufen klar benannt werden.

Quelle dieser deutschen Übersetzung unbekannt, original hatte ich das mal auf pravda.tv gefunden (siehe Screenshot), das PDF ist von dort übertragen).




Angehängte Dateien
.pdf   Systeme nach Clare W Graves DIN A3.pdf (Größe: 201,89 KB / Downloads: 41)
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