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Machtbegrenzung - Das Geldsystem basisdemokratisch verändern
#1
Hallo,
wir alle wissen: auf unserer schönen Welt dreht sich sehr Vieles, vielleicht sogar Alles, ums GELD.

Das Geld, so wie wir es kennen, trägt jedoch einige Konstruktionsfehler in sich. Für Interessierte: Suchbegriff "natürliche Wirtschaftsordnung", "silvio gesell" etc.

Ich könnte mir vorstellen Mitglied der Partei dieBasis zu werden und möchte hierzu meine Idee zur Geldveränderung zur Diskussion stellen:

3dgeld.com

Machtbegrenzung: hohe Geldvermögen werden im Sekundentakt durch die kommunizierenden Röhren (Dimension ZEIT) begrenzt. Gier hat keinen Sinn mehr.

Basisdemokratisch: Der Durchschnitt bei den kommunizierenden Röhren wird kontinuierlich durch alle Menschen jederzeit selbst bestimmt (entspricht einer kontinuierlichen Wahl).

Umweltgedanke: Durch die Entfernungsgebühr bei der Dimension RAUM entsteht um jeden (!) Wirtschaftsteilnehmer auf der Welt ein konzentrischer Kreis. Regionalität wird gestärkt, weltweit.



Bin gespannt auf Eure Meinungen. Suche Diskutanten in und um München.
Danke
VG
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#2
3dgeld schrieb:wir alle wissen: auf unserer schönen Welt dreht sich sehr Vieles, vielleicht sogar Alles, ums GELD.

Ja, auch dieses in der Antike entwickelte Abstraktum wurde der Realität übergeordnet (s. a. Gott, Personenkulte, Sekten etc.pp.).

3dgeld schrieb:Das Geld, so wie wir es kennen, trägt jedoch einige Konstruktionsfehler in sich. Für Interessierte: Suchbegriff "natürliche Wirtschaftsordnung", "silvio gesell" etc.

Ja, wobei bereits die Geldidee >an sich< unsinnig ist.
Und im Zuge dessen versuche ich oft Leute zu Überlegungen anzuhalten, wie bspw. mal der Frage rund um >direkten / indirekten Tausch (Handel) vs. Solidarität< nachzugehen.
Mit letzterer Option tun sich allerdings erschreckend viele Menschen ebenso erschreckend schwer.

3dgeld schrieb:Ich könnte mir vorstellen Mitglied der Partei dieBasis zu werden und möchte hierzu meine Idee zur Geldveränderung zur Diskussion stellen:

3dgeld.com

Machtbegrenzung: hohe Geldvermögen werden im Sekundentakt durch die kommunizierenden Röhren (Dimension ZEIT) begrenzt. Gier hat keinen Sinn mehr.

Ein Mitglied der Basis-Partei zu werden wäre toll, zumal unterschiedliche Thesen allgemeine Entwicklungsprozesse fördern.
Zu bedenken möchte ich aber jetzt schon geben, dass wenn geldbasierte Kaufkräfte zeitlich begrenzt werden, dieser Umstand zur Konsumnötigung antreibt.

3dgeld schrieb:Basisdemokratisch: Der Durchschnitt bei den kommunizierenden Röhren wird kontinuierlich durch alle Menschen jederzeit selbst bestimmt (entspricht einer kontinuierlichen Wahl).

Ja, das käme dem "Open Source Prinzip" sehr entgegen.  [Bild: mx25.gif]

3dgeld schrieb:Umweltgedanke: Durch die Entfernungsgebühr bei der Dimension RAUM entsteht um jeden (!) Wirtschaftsteilnehmer auf der Welt ein konzentrischer Kreis. Regionalität wird gestärkt, weltweit.

Warum so umständlich? Lasst uns doch einfach die ganze Erde zum Erbe aller Lebewesen erklären, und schon könnten sämtliche Interessensebenen bestens abgedeckt werden.

3dgeld schrieb:Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Ich auch.  [Bild: lol22.gif]

3dgeld schrieb:Suche Diskutanten in und um München.

Dazu sei Dir aller Erfolg gegönnt, auch wenn ich mich 'in' und 'um' diesen Kreis nicht einbringen kann.  [Bild: mx13.gif]

Gruss, M.  [Bild: mx7.gif]
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#3
(23.07.2021, 16:01)3dgeld schrieb: Hallo,
wir alle wissen: auf unserer schönen Welt dreht sich sehr Vieles, vielleicht sogar Alles, ums GELD.

Das Geld, so wie wir es kennen, trägt jedoch einige Konstruktionsfehler in sich. Für Interessierte: Suchbegriff "natürliche Wirtschaftsordnung", "silvio gesell" etc.

Ich könnte mir vorstellen Mitglied der Partei dieBasis zu werden und möchte hierzu meine Idee zur Geldveränderung zur Diskussion stellen:

3dgeld.com

Machtbegrenzung: hohe Geldvermögen werden im Sekundentakt durch die kommunizierenden Röhren (Dimension ZEIT) begrenzt. Gier hat keinen Sinn mehr.

Basisdemokratisch: Der Durchschnitt bei den kommunizierenden Röhren wird kontinuierlich durch alle Menschen jederzeit selbst bestimmt (entspricht einer kontinuierlichen Wahl).

Umweltgedanke: Durch die Entfernungsgebühr bei der Dimension RAUM entsteht um jeden (!) Wirtschaftsteilnehmer auf der Welt ein konzentrischer Kreis. Regionalität wird gestärkt, weltweit.



Bin gespannt auf Eure Meinungen. Suche Diskutanten in und um München.
Danke
VG

Die Umlaufgebühr eines Vollgeldes würde völlig reichen, allerdings muß man dem Staat ein Vorkaufsrecht auf Grund u. Boden einräumen um zu verhindern das das Geld in die Spekulation abwandert.
Die NWO Gesell  Freigeld Freiland Freihandel konnte seinerzeit in Wörgl erfolgreich getestet werden.
http://heimat.woergl.at/verschiedenes/freigeld-woergl
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#4
[hier 3dgeld, kann mich leider nicht anmelden...]


Meiner Meinung nach ist das Geld als universelles Tauschmittel dem reinen Tauschhandel klar überlegen und kein Mensch will zum Tauschhandel zurück. Das Geld ist als Substitut für alle Tauschgüter eine sehr geniale Erfindung der Menschheit und aus heutiger Sicht nicht mehr wegzudenken.
Aber eine gute Erfindung könnte man ja vielleicht noch etwas besser machen... :-)


Das 3D-Geld erweitert ja das bislang nur eindimensionale Geld (Dimension MENGE) um die beiden Dimensionen RAUM und ZEIT.
Die Dimension ZEIT stellt sich wie folgt dar, Beispiel:

Angenommen, es gibt auf der Welt nur drei Menschen:
A) Ein ganz armer Mensch mit Geldvermögen 100 GE (GeldEinheiten)
B) Ein mittelreicher Mensch mit Geldvermögen 10.000 GE
C) Ein sehr reicher Mensch mit Geldvermögen 100.000.000 GE

Die Summe dieser drei Vermögen beträgt 100.010.100 GE.

Silvio Gesell sagt: Umlaufsicherung soll 0.50 Prozent pro Monat betragen. Das heißt: Von jedem Menschen werden 0.5 % seines Geldvermögens eingezogen.
A) zahlt: 0.5 Prozent von 100 GE = 0,50 GE
B) zahlt: 0.5 Prozent von 10.000 GE = 50,00 GE
C) zahlt: 0.5 Prozent von 100.000.000 GE = 500.000,00 GE

SUMME aller drei Zahler = 500.050,50 GE.

Wo soll dieses Geld jetzt hinkommen? Beim 3D-Geld wird es wieder an alle drei ausgeschüttet. Danach stellen sich die Vermögen wie folgt dar:
A) 100,00 minus 0,50 plus 166.683,50 = 166.783,00 GE
B) 10.000 minus 50,00 plus 166.683,50 = 176.633,50 GE
C) 100.000.000 minus 500.000,00 plus 166.683,50 = 99.666.683,50 GE

Summe der drei Vermögen nach Umlaufsicherung = 100.010.100 GE. Es ändert sich die Verteilung.

Bei Silvio Gesell gabs noch keine Computer. Drum wurde die Umlaufsicherung an einem bestimmten Stichtag eingezogen bzw. es wurden die Marken geklebt. Ich vermute: am Ultimo des Monats. Folge war allerdings leider das sog. "Stichtagsfieber". Es kam kurz vor dem Ultimo zu Verwerfungen und Blockaden im Wirtschaftshandeln. Die Reichen wollten Geld gerne loswerden (morgen ist es ja nicht mehr soviel wert), die anderen wollten aber lieber noch bis übermorgen mit der Annahme warten.

Beim 3D-Geld ist das anders, die Berechnungen werden im ZehntelSekundentakt mit einem 0.50 % - ZehntelSekundenÄquivalent kontinuierlich vorgenommen.  Das Stichtagsfieber ist geheilt.
Und wer gerade eben noch (einigermaßen) "reich" war (NettoZahler), kann nach einer Überweisung ab der nächsten Zeiteinheit relativ "arm" sein und dadurch vom NettoZahler zum NettoEmpfänger mutieren. Den "Schwarzen Peter" hat eben jetzt ein anderer.

Somit ist jeder (idealtypisch) mal NettoZahler, mal NettoEmpfänger. Damit hat die Umlaufsicherung ihren Schrecken verloren. Der lfd. Saldo über die GesamtLebensdauer des Kontos pendelt idealtypisch um +/- Null.
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#5
Gast bzw. 3dgeld schrieb:Meiner Meinung nach ist das Geld als universelles Tauschmittel dem reinen Tauschhandel klar überlegen und kein Mensch will zum Tauschhandel zurück.

Sorry, aber Du sitzt mit der geschichtlichen Darstellung, dass vor der Erfindung des universellen Tauschmittels (Geld) ein reiner Tauschhandel praktiziert wurde, einem gern propagierten Märchen auf.
Denn; bevor vor rund 5000 Jahren die Sumerer das Geld erfanden, tauschten Menschen keine 5 Hühner gegen ein Paar Sandalen, um nur mal ein Beispiel zu nennen.
Historisch richtig ist hingegen, dass Menschen allerlei Güter nach individuellen Fertigkeiten immer für die gesamte Gesellschaft herstellten - sie deckten somit die Bedarfsmengen an lebensnotwendigen Dingen ab.

Dieses Märchen von >5 Hühner gegen ein Paar Sandalen< wurde uns hirnwäscherisch deshalb von Geschichtsfälschern eingebläut, um alles Denken rund um allerlei Handelsgeplänkel zu fixieren und zu festigen, als hätte man es im Zuge allen Marktdenken mit einem Naturgesetz zu tun, oder man regelrecht genetisch bedingt einem Handelsnaturell entspräche.
Dabei zeigen obschon geistig noch unvermurkste Kleinkinder auf, dass sie friedlich miteinander umgehen, sofern ihre individuellen Bedürfnisse abgedeckt sind, hingegen aber zu quängeln und zu streiten beginnen, wenn es an etwas mangelt.

Solltest Du aber dennoch meinen, dass sehr wohl vor der Erfindung des Geldes ein direkter Warentauschhandel üblich gewesen sei, dann bitte ich um entsprechende Belege dafür anzugeben.

Und bitte, erkläre mir noch, warum in Deinem Denken die Option einer auf Ressourcen basierenden Solidarwirtschaft überhaupt nicht vorkommt bzw. auch strikt ignoriert wird - so wohl auch mein vorheriges Antwortschreiben im hiesigen Thread hier.

Gruss, M.
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#6
3dgeld hier

Tut mir leid, ich kann darauf wahrscheinlich nichts antworten. Ich muß auch sagen, daß es mir einigermaßen egal ist, ob vor der Erfindung des Geldes vor ein paar tausend Jahren ausschließlich Tauschhandel war oder nicht und ob es für 5 Hühner ein Paar Sandalen gegeben hat. Den letzten Satz mit der auf Ressourcen basierenden Solidarwirtschaft check ich nicht.
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#7
3dgelder schrieb: Tut mir leid, [...] Solidarwirtschaft check ich nicht.


Kein Problem, denn dafür sind wir Basis-Demokraten ja da, um möglichst viele Optionen zu sammeln, zu erklären und zu ordnen, dadurch wir uns im letzten Schritt für das entscheiden können, was am ehersten der so genannten "Wissenschaftlichen Eleganz" (Effektivität) gerecht wird.

Also; mit "Eine auf Ressourcen basierende Solidarwirtschaft" ist lediglich eine Wirtschaftform gemeint, --> alles für Menschen Verwertbare in nachgefragten Mengen und bestmöglichen Qualitäten herzustellen und ohne "Kauf und Verkauf" zur Verfügung zu stellen.
Diese Art des "Miteinanders", statt durch Handel "Gegeneinanders", richtet sich nach einem Prinzip aus, das (bildhaft gesprochen) mit einem großen Topf vergleichbar ist; Alle füllen diesen Topf auf -> und füllen auch ständig nach, damit er nie leer wird.

Dieses >Prinzip!< setzt jedoch einige weltanschauliche Korrekturen voraus, und das beginnend damit, die Welt wieder als komplett >für alle Lebewesen!< kostenfreien / kostenlosen Lebensraum zu begreifen, statt zu glauben, der Mensch genieße hier eine Sonderstellung nach dem Motto: "Ich bin der Eigentümer der Natur!"
Und eben weil sich - mit Ausnahme der Menschen seit der Erfindung der Geldideologie vor rund 5000 Jahren - nahezu alle Lebewesen auf Erden ein kostenfreies Leben genehmigen, ist nicht einzusehen, warum wir Menschen uns das nicht ebenso gönnen sollten - zumal es sich einst vor der Zeit ideologischer Selbsterhebnungen genau so verhielt.

Im Grunde geht es also um die Wiederentdeckung ungeahnter Freiheiten.
Diese ungeahnten Freiheiten haben sich aber Menschen anfänglich durch allerlei Fehldeutungen - obschon beginnend zu prä-historischen Zeiten! - nahezu systematisch fortschreitend zerstört.
Und je dramatischer sie mit ihren abstrusen Ideologien scheiterten (s. allerlei Kriege und sonstiges Versagen), um so gewiefter und rechthaberischer trieben sie es mit dieser Entwicklungsrichtung voran.

Der Philosoph Dr. Michael Schmidt-Salomon schrieb bez. derlei Entwicklungen im Vorwort seines Buches >Keine Macht den Doofen< :
Dr. M. M-S schrieb: Die größte Bedrohung der Menschheit geht nicht von Erdbeben und Tsunamis aus, auch nicht von skrupellosen Politikern,
Dr. M. M-S schrieb:raffgierigen Managern oder finsteren Verschwörern, sondern
von einer einzigartigen, weltumspannenden, alle Dimensionen
sprengenden RIESENBLÖDHEIT! Wer’s nicht glaubt, ist schon
infiziert.
Die Dummheit – sie ist die große Konstante der menschlichen Geschichte, die einzige Weltmacht, die seit Jahrtausenden
Bestand hat: Könige, Päpste und Präsidenten kamen und gingen, Gesellschaften entstanden und zerfielen, Wahlprogramme
wurden geschrieben und vergessen – die Dummheit blieb.
Revolutionen konnten ihr ebenso wenig anhaben wie Naturkatastrophen, Weltkriege oder Finanzkrisen. Zwar gab es
immer wieder hoffnungsvolle Ansätze, das Zusammenleben
der Menschen vernünftiger zu gestalten, doch solche Experimente waren selten von Dauer. Die mächtige Internationale der
Doofen, der Engstirnigen, der ewig Gestrigen, der hoffnungslos Zurückgebliebenen kehrte schon bald wieder zurück ans
Dirigierpult der Geschichte und gab den debilen Takt vor, nach
dem die Verhältnisse zu tanzen haben.



Die Basis-Partei sagt nunmehr eine Gesellschaft an, die offen für allerlei Neugestaltungen ist.
Das ist nur zu logisch, denn wenn sich die Zustände in der Welt bessern sollen, dann muss sie nunmal anders werden, als sie jetzt ist.
Wie aber gehen wir dabei disziplinär vor? Etwa naturwissenschaftlich disziplinär?
Wenn ja, dann versteht sich >kritisch rationales Denken und Handeln< ohnehin von selbst.
Was aber bedeutet wiederum "kritisch rationales Denken und Handeln"?
Nun, diese Forderung ergibt sich aus dem Umstand, auf unnötige Aufwendungen zu verzichten - Beispiel:
Wenn wir von Hamburg nach München fahren wollen, dann reisen wir nicht über Moskau dorthin.
Ist doch logisch, oder?
Zwar steht es jedem Menschen frei, auch über Moskau fahren zu dürfen, kann er sich dabei sogar logisch verhalten, um unfallfrei in München anzukommen.
Nur hat so ein Procedere nichts mit rationalem Denken und Handeln zu tun - man würde nur allerlei Resourcen großzügigst verschwenden.

Und genau so verhält es sich mit allen Anliegen - und sowieso mit absurden Werttheorien, zumal es genügt, Bedarfsmengen zu ermitteln, um dessen Mengen nach bestem Können zu erzeugen und richtig adressiert zur Verfügung zu stellen.
Allein schon sämtlicher Verwaltungsaufwand für - wie auch immer geartete - Geldsysteme würde vollständig überflüssig, weil nunmal unnötig und nur verschwenderisch mit allerlei Ressourcen.

Die meisten Menschen reagieren aus dem Stand heraus, zumeist mit viel Unverständnis darauf, eben weil sie nicht gelernt haben, sowohl im Privaten als auch im Beruflichen, daher in sämtlichen Angelegenheiten des Lebens, ergebnisoffen zu denken.
Dieser Umstand betrifft sogar Wissenschaftler, die womöglich am liebsten aus ihren Schuhen springen würden, sobald es mal wieder heißt: "Dieses und jenes Forschungsprojekt können wir uns finanziell nicht leisten!"
Wenn aber deren Leben bedroht wird, scheinen sie plötzlich durchaus ressourcenbasiert denken zu können, wie uns folgendes Ereignis aus der bisher grandiosen Menschheitsgeschichte als gleichsam gutes Beispiel aufzeigt, begab es sich, dass zu Beginn des Zweiten Weltkrieges die Vereinigten Staaten knapp 600 first-class Kampfflugzeuge hatten. 
Dieser Mangel wurde rapide ausgeglichen, indem man 90.000 Flugzeuge pro Jahr produzierte.
Die Frage zu Beginn des Zweiten Weltkrieges lautete aber zunächst: Hatten wir genug Geld, um das benötigte Kriegsmaterial herzustellen? 
Die Antwort war natürlich "Nein!"; sie hatten weder genug Geld noch hatten sie genug Gold - aber sie hatten genug Ressourcen. 
Somit waren es also die verfügbaren Ressourcen, die den Vereinigten Staaten eine höhere Produktion und Effizienz erlaubten, was wiederum nötig war, um den Krieg zu gewinnen. 
Unglücklicherweise passiert so was nur in Zeiten des Krieges.

In diesem Sinne hoffe ich nun, dass auch Du offen für allerlei Überlegungen bist und Dich nicht allzu sehr in vorgedachten Konzepten festgebissen hast,

M.  Wink
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#8
#4

Die Idee des 3d-Geldes ist nicht schlecht. Es klingt wie eine Kapitalsteuer, mit dem Unterschied, dass das Geld nicht vom Staat, sondern von den Banken umverteilt wird.
Ich habe jedoch einige Anmerkungen:
1) die Umverteilung des Geldes ist beim Bargeld nicht so einfach, es sei denn, man will das Bargeld abschaffen, was ich nicht empfehlen würde
2) die Umverteilung des Geldes zwischen allen Kontoinhabern kann zu einem Grundeinkommen für diejenigen werden, die nicht arbeiten wollen. Das ist ungerecht. Solidarität bedeutet für mich, verantwortungsvoll zu handeln und nicht auf dem Rücken anderer zu leben, egal ob man reich oder arm ist. Deshalb finde ich es besser, dass die Kapitalsteuer in die öffentliche Infrastruktur, Versicherungen, Forschung und Entwicklung, ... fließt und nicht in die Kontoinhaber.
3) die Entwertung des Geldes in Bezug auf die Zeit kann zu mehr Konsum führen, weil die Leute es so schnell wie möglich konsumieren wollen könnten, um das Beste daraus zu machen.
4) das Grundproblem der Vermögensunterschiede wird nicht angegangen, nämlich die ungerechte Bewertung verschiedener Arten von Arbeit. Ich habe nichts dagegen, dass Menschen viel Geld haben, aber es sollte durch eigene Leistung verdient werden, nicht auf Kosten anderer. Vielleicht sollten wir auch daran arbeiten?
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#9
Du kannst das System ändern wie Du willst. Es wird immer Menschen geben, die Wege finden, es für ihre egoistischen Zwecke zu gebrauchen und zu mißbrauchen. Deshalb halte ich Debatten darüber für äußerst müßig und größenwahnsinnig. Die "Humane Wirtschaft" zerbricht sich seit 52 Jahren den Kopf darüber: https://humane-wirtschaft.de/

Umso besser, wenn ich das falsch sehe.
Es ist alles eine Frage der Perspektive.
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#10
Der Grund dafür könnte die Entkopplung von Gewinnen und Verlusten bzw. von Freiheit und Verantwortung sein. Die Gewinne/Freiheiten werden privatisiert, die Verluste/Verantwortlichkeiten werden sozialisiert.

Wer haftet für den von der Politik verursachten Schuldenberg?
Wer zahlt für die Umweltverschmutzung, die durch Produkte aller Art entsteht?
Wer ist verantwortlich für die Schäden, die durch Impfstoff-Nebenwirkungen entstehen?
...

Zum einen sind Immunität und eine schnelle Gewissensabfrage nicht wirklich eine Garantie/Rezept für Erfolg, zum anderen gibt es vielleicht auch einen Grund, warum die Gerichte nicht reagieren?

Keine Gerechtigkeit, keine Zukunft.
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#11
[3dgeld hier. Dank an die Forenleitung, daß hier ohne Anmeldung etc geschrieben werden kann!]

#8

Genau, es wird durch die Bank umverteilt ausschließlich unter der Menge der Teilnehmer an dem System.

ad 1) Ich möchte auch nicht das Bargeld abschaffen :-). Das 3D-Geld bezieht sich nur auf das Geld auf den Konten. Die Komplementärwährungen, die es bis jetzt gibt, beziehen sich nach meinem Wissen nur auf das Bargeld. Da gibt es aber folgende Probleme: Fälschungssicherheit muß hergestellt werden, daher aufwändige Gestaltung der (Gut-)Scheine; Konflikt mit Geldausgabemonopol der EZB; Erfordernis der doppelten Kassenführung in den Geldbörsen der Verbraucher und in den Kassen der Unternehmer; Und vor allem: Fehlende Universalität des "Geldes", die Gutscheine können nur in den teilnehmenden Unternehmen verausgabt werden; Jeder Teilnehmer muß (mühsam) überzeugt und angeworben werden.
Beim 3D-Geld muß nur eine Bank gefunden werden, diese übernimmt dann die Kundenakquise. Auf meine bereits erfolgte Anfrage hin hat sich die GLS-Bank offen für die Idee gezeigt, ich müßte aber erstmal einen initialen Kreis von Teilnehmern haben. Mein Ziel sind 100 Teilnehmer, dann würde ich mich bei der GLS-Bank wieder melden.

ad 2) Die umverteilten Beträge sind minimal, ich würde hier nicht von einem Grundeinkommen sprechen. Das Beispiel unter #4 ist natürlich weltfremd, es soll nur das Prinzip zeigen. Entscheidend für die Geschwindigkeit des Ausgleichs ist der Prozentsatz für die Umlaufsicherung. Bei 0,50 % p.m. dauert es bei völliger Inaktivität 60 Jahre bis zum Ausgleich aller Konten. Man könnte dann also nach Ablauf des eigenen Menschenlebens (durchschnittliche Lebenserwartung 80 Jahre) einmal richtig konsumieren gehen :-)
Der Prozentsatz soll übrigens basisdemokratisch durch jederzeit mögliche Wahl der Prozentzahl festgelegt werden. Das heißt: Jeder Teilnehmer kann jederzeit (!) seine Wahl des Prozentsatzes abgeben. Nach dem Median-Prinzip wird dann der Prozentsatz berechnet. Bei genügend hoher Teilnehmerzahl und wegen des Medians (d. h. nicht: Durchschnitt) verstetigt sich der Prozentsatz.
Leute, die nicht arbeiten wollen und nur abkassieren und das System "ausnehmen" wollen, gibt es immer. Aber wie gesagt, bis zum großen Reibach müssen sie 60 Jahre warten..
Da die Beträge nur klein sind, würde ich nicht davon sprechen, daß man sie für die Infrastruktur verwenden kann. Man darf nicht vergessen, daß das Vermögen eines Menschen eine Bestandsgröße ist, das Einkommen eines Menschen ist eine Flußgröße. An der Flußgröße bemessen sich die meisten Steuern. Reich ist ein Mensch, wenn er eine große Bestandsgröße hat, also Vermögen.

ad 3) Es kommt nicht zu einer Entwertung (Deflation) des Geldes. Es kommt nur zu einer Subtraktion des Geldvermögens bei sehr reichen Menschen. Im Gegenzug kommt es zu einer Addition bei armen Menschen. Es kommt vor allem zu einem Regulativ für sehr hohe Vermögen und somit zu einer Machtbegrenzung. Zu einer Deflation käme es, wenn die eingezogene Umlaufsicherung nicht remittiert werden würde. Die Geldmengensteuerung ist Aufgabe der Zentralbank. Nach Silvio Gesell braucht es hierzu eine "Druckerei" und einen "Ofen". Dem stimme ich zu, es ist aber nicht die Aufgabe des Kontensystems 3D-Geld sondern Aufgabe der geldausgebenden Instanz (Zentralbank).
Die minimale Umverteilung führt zu mehr Kaufkraft in der Breite, dies ist Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft. Es werden die "Verklumpungen" bei den sehr Reichen tendenziell abgetragen. Hotspots der Macht verschwinden, die Gier verschwindet.
Daß die Leute so schnell wie möglich konsumieren wollen, ist ein (ökologisches) Problem, aber dies zu steuern bzw. dem entgegenzuwirken ist Aufgabe der Politik durch z.B. CO2-Zertifikate oder allgemein Verschmutzungszertifikate.

ad 4) Das 3D-Geld kann nicht die ganze Welt retten :-), auch die ungerechte Bewertung verschiedener Arten von Arbeit muß von der Politik angegangen werden..
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#12
Ich kann mir eine wohlüberlegte, gezielte, einmalige Kapitalsteuer als Ausgleich für Schäden/Unrecht, die in der Vergangenheit den Arbeitnehmern, der Gesellschaft oder der Umwelt zugefügt wurden, vorstellen, aber ich bin nicht dafür, eine allgemeingültige, willkürliche, dauerhafte Steuer für alle festzulegen, ohne dass es dafür eine gute Begründung gibt. Schließlich wollen wir immer noch in einem Rechtsstaat leben oder?
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#13
Mit dem Thema "Geld" verhält es sich nicht anders, wie mit dem Thema "Rauchen" (oder eine sonstige Sucht); man braucht dieses Zeugs eigentlich gar nicht, und doch kommt man nicht mehr davon los, sobald man damit angefangen hat - und sowieso nicht mehr, wenn man bereits in der Kindheit im eigenen Elternhaus und in Schulen dazu konditioniert wurde.
Deswegen denken sich davon Betroffene auch nichts Böses dabei, wenn sie andere Leute jeden Alters zum Mitmachen anstacheln, zumal dazu gesagt wird: "Wenn Du nicht ..., dann ... bist Du halt "draußen!"

In einem recht bekannten Sprüchelchen heißt es: "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!"
Und kaum jemand bemerkt zu diesem Satz, wie verkehrt er im Tatsächlichen ist, können in Wirklichkeit sehr wohl auch lebendige Fische mit dem Strom schwimmen.
Würde hingegen beschrieben, dass nur lebendige Fische gegen den Strom schwimmen können, so sollte man erwarten können, dass sich jeder mal gemäßigt auf die Stirn klatscht und zugibt, dass es sich in Wirklichkeit tatsächlich so verhält.
Und wer weiß, vielleicht kann man sich im Zuge dieses "oops-Effekts" sogar die Frage ersparen, warum einem die darin gefasste Unlogik nicht aufgefallen ist.

In diesem Sinne, M.

Mit dem Thema "Geld" verhält es sich nicht anders, wie mit dem Thema "Rauchen" (oder eine sonstige Sucht); man braucht dieses Zeugs eigentlich gar nicht, und doch kommt man nicht mehr davon los, sobald man damit angefangen hat - und sowieso nicht mehr, wenn man bereits in der Kindheit im eigenen Elternhaus und in Schulen dazu konditioniert wurde.
Deswegen denken sich davon Betroffene auch nichts Böses dabei, wenn sie andere Leute jeden Alters zum Mitmachen anstacheln, zumal dazu gesagt wird: "Wenn Du nicht ..., dann ... bist Du halt "draußen!"

In einem recht bekannten Sprüchelchen heißt es: "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!"
Und kaum jemand bemerkt zu diesem Satz, wie verkehrt er im Tatsächlichen ist, können in Wirklichkeit sehr wohl auch lebendige Fische mit dem Strom schwimmen.
Würde hingegen beschrieben, dass nur lebendige Fische gegen den Strom schwimmen können, so sollte man erwarten können, dass sich jeder mal gemäßigt auf die Stirn klatscht und zugibt, dass es sich in Wirklichkeit tatsächlich so verhält.
Und wer weiß, vielleicht kann man sich im Zuge dieses "oops-Effekts" sogar die Frage ersparen, warum einem die darin gefasste Unlogik nicht aufgefallen ist.

In diesem Sinne, M.
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#14
[quote pid="12487" dateline="1627412279"]
Ich kann mir eine wohlüberlegte, gezielte, einmalige Kapitalsteuer als Ausgleich für Schäden/Unrecht, die in der Vergangenheit den Arbeitnehmern, der Gesellschaft oder der Umwelt zugefügt wurden, vorstellen, aber ich bin nicht dafür, eine allgemeingültige, willkürliche, dauerhafte Steuer für alle festzulegen, ohne dass es dafür eine gute Begründung gibt. Schließlich wollen wir immer noch in einem Rechtsstaat leben oder?
[/quote]

In einem Rechtsstaat, dessen Recht tatsächlich Gerechtigkeit sichert, kann der "Fleißigere" aber eben NICHT (!) höher entlohnt werden, da der erhöhte Rückgriff auf "Resourcen" immer ein Diebstahl ist.

Nur weil Sie gleich mit dem Bagger / Mähdrescher auf die Plantage fahren und somit sämtliche Äpfel abholen (ernten) können, können Sie diese Äpfel eben NICHT gerechterweise als ihre eigenen betrachten. Im Rahmen echter Gerechtigkeit gibt es zwischen Fleiß und Lohn also tatsächlich überhaupt keinen Zusammenhang - das hat schon Jesus Christus mit Formulierung des Gleichnisses vom "Gerechten Weingutsbesitzers" erkannt und dargelegt: Egal, wie früh oder spät ein Traubenpflücker zur (täglichen) Weinlese angetanzt ist, bekommt dieser vom Gerechten nichts sonst, wie nur seinen (vorab ermittelten) Tagesbedarf ("Tageslohn"), also auch dann den vollen Lohn, wenn erst zwei Stunden vor Feierabend zur Weinlese angetreten ist.

An den Resourcen kann der vermeintlich Fleißige immer nur fleißig am Klauen sein. Das ist das, was Sie aus den Augen verloren hatten - man kann seinen Mitmenschen nicht nur ihre "Habe" stehlen - den Anteil, der ihnen von Natur aus zusteht - sondern auch "Arbeit".

Der Fleißige ist auf diesem Planeten genau derjenig, der sich darauf arg "breit" macht und die größten "Fußabdrücke" (niedergetrampeltes Gras) hinterläßt.

In Somalia sehen sich viele ehemalige Fischer mit viel "Fleiß" zur Piraterie angetrieben, weil die "Fleißigen" anderer Länder mittels kilometerlangen Fischernetzen und den größeren Fischerkähnen (indirekt) die Küstengewässer leerfischen, den Somaliern also defakto das Essen vom Teller holen und damit dann HEHLEREI betreiben. Finde den Fehler (falls du ihn nicht schon im Begriff "Hehlerei" zu entdecken vermagst)!

Das hat nichts mehr mit einem Mangel am Tauschmittel "Geld" zu tun, sondern mit einem Mangel in der Auffassung von Rechtspflege, Gerechtigkeit und Rechtsprechung - "fleißiger" könnte man nämlich auch hier noch werden.

In Bezug auf Lohn sagt "Fleiß" allein also noch gar nichts - oder um noch genauer zu sein: Lohn ist auch dann noch Lohn, wenn sich eigener Fleiß nur für meine Mitmenschen lohnt, denn ohne diese Mitmenschen stehe ich ja nicht etwa besser da als zuvor, sondern vollends hilflos.

Solange noch jeder Arbeiter einräumt: "Ja - (meine) Arbeit muß sich für alle auszahlen - für mich selbst (und meine Familie) aber am meisten", kommt es halt noch immer zu solchen Defiziten, die im Sinne einer Gerechtigkeit für Alle nicht rechtmäßig ist, denn eigene Frau und eigene Kinder sind eben nicht ALLE Frauen oder ALLE Kinder, sondern nur eine Vetternwirtschaft. Darum hat Christus ja auch die Gründung von Familien einen Ehebruch genannt, also verboten (das stellt die Kirche zwar genau andersrum hin, ist aber so: Kirche ist nicht das Evangelium).
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#15
(27.07.2021, 10:36)ricardo schrieb: Du kannst das System ändern wie Du willst. Es wird immer Menschen geben, die Wege finden, es für ihre egoistischen Zwecke zu gebrauchen und zu mißbrauchen.

Diese Wege findet jemand nur solange, wie das Geld noch über dem Recht steht und der "Ungerechte" nicht belangt werden kann. Aktuell ist "das System" halt korrupt - letzteres ist aber ein Rechtsbegriff, und mit dem Recht oder seiner Durchsetzung steht und fällt eben alles.
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