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Machtbegrenzung - Neue Berufsethik von Politikern bzw. Menschen mit Machtbefugnissen
#16
(11.06.2021, 18:33)Layla schrieb: Es geht nicht darum, diesen Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, das wäre in der Tat totalitär Exclamation , sondern darum, dass man Menschen mit Entscheidungsmacht in Bereichen wie Wohnungsbau, Schulwesen, Verkehrswesen durchaus fragen dürfte, woraus Sie Ihre Erkenntnisse ziehen, um jene Entscheidungen eben zu treffen (Selbsterfahrung? Beratergremien? Und falls ja, welche?). Schließlich wird man bei jedem Job gefragt, ob man da eine entsprechende Erfahrung hat. Warum sollte es bei Berufen mit Machtbefugnissen anders sein?

dann kannst du ja gleich damit anfangen Cool  Hier hast du Entscheidungsbefugnis
Die die dir jetzt so mächtig erscheinen sind ja bald weg. 
Berufe mit Machtbefugnissen kenne ich nicht, welche sollen das sein?

Es ist das Spiel und nur das Spiel, das den Menschen vollständig macht. (Schiller)
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#17
Hallo Viola,
Hast wohl recht, hab mir mit dem Thema vielleicht zuviel vorgenommen.

Ist echt komplexer als gedacht, hatte nur ein Paar Gedanken schnell abgetippt, die ich für diskussionswürdig hielt.
Zu Deiner Frage: Menschen mit Machtbefugnissen? Nun ich meinte alle, die Macht über andere in der Exekutiven, Judikativen Legislativen, Monetativen oder Medialen ausüben (zB Politiker, Juristen, und Polizeipräsidenten, die beispielsweise über Gesetzestexte und/oder ihre Umsetzung im Alltag entscheiden, Financiers, die Geld aus dem Nichts schaffen und dadurch eine Verteuerung des Lebensstandards für alle herbeiführen oder auch Chefredakteure grosser Medien-Outlets, die ein Feindbild von Systemkritikern gleichzeitig über Presse, Fernsehen und im Netz propagieren - vgl. übliche Demonisierung "Verschwörungstheoretiker", "Querdenker", "C.-Leugner", bis hin zu "rechten Gruppierungen" und"Antisemiten").

Es mag sehr wohl sein, dass ich dabei einige vergessen habe. Geht mir nur um die Idee.
LG. Layla
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#18
Hallo zusammen,

es liegt ja in der Natur der Sache, dass wenn sich schon Menschen Gedanken um eine 'neue Berufsethik' mitunter von Politikern machen, damit ein überaus komplexes Themenfeld eröffnet bzw. angegangen wird.
Hinzu kommen Blicke auf sozioökonomische, sozioökologische und überhaupt allgemeinphilosophische Schieflagen, die sich kaum bis gar nicht mehr auf bestimmte Einzelpersonen, oder auch Personengruppen bzw. gar Institutionen reduzieren lassen, wie z. B. das von Layla angesprochene Schuldgeldsystem - s.u.a.: Verzinste Geldschöpfung aus dem Nichts und sonstige Verrücktheiten.

Nicht weniger schwierig dürfte in selbigen Kontexten sein, WER denn hier WAS mit welchem Anspruch, oder gar Ansprüchen kritisiert, wobei die von Dr. Reiner Füllmich mehrmals betonten Erfahrungen zum scharfen Verstand mancher Taxifahrer (so sein Gleichnis zum oft unterschätzten Hausverstand bzw. gesunden Menschenverstand vieler BürgerInnen) die allgemeinen Aufarbeitungen aktueller Problemstellungen, kaum bis gar nicht erleichtern.
Auf welche Weise also lassen sich die hier angesprochenen / angedeuteten Problemstellungen, sowohl von individueller und gesellschaftlicher Natur, aufarbeiten sowie umgestalten?

Mein Vorschlag wäre, sich vorwiegend auf Prinzipien und vorführbare Modelle zu konzentrieren, statt sich mit Schönheitsargumenten, dazu auch 'Ad Homenems' gehören, herumzuplagen, oder gar mit Zirkelschlüssen um sich zu werfen, und all das gefolgt von Argumenten vom Typ 'Non Sequitur' (Das Eine folgt nicht aus dem Anderen) etc.pp..
Nicht weniger spannend dürfte auch zu erlernen sein, induktive und deduktive Denkfehler zu bemerken, ganz gleich wo immer sie auftauchen - und sowieso in Anbetracht der Tatsache, dass sich sogut wie alle weltweiten Forschungsanliegen nur noch auf vorbestellte Forschungsergebnisse reduzieren.
Es wäre auch deshalb sinnvoll, sich wieder mehr auf Prinzipien zu konzentrieren, um die Dramatik jener Gesamtsituationen zu erfassen, in derer wir uns immerhin Alle als 'irgendwie Betroffene' befinden (s. B. zu: Räuber und Beraubte / XY-ungelöst [...]).

Alles in Allem dürfte wohl für niemanden außer Frage stehen, dass wenn die Welt besser werden soll, sie dann anders werden muss.
Auf diesem Weg braucht es auch nicht zwingend darum zu gehen, nach dem 'Gut&Böse-Schema' über Bisheriges richten zu müssen, zumal auch bedacht bleiben muss, dass wenn sich die Geschichte nicht so zugetragen hätte, wie sie sich de facto nunmal zugetragen hat, wir heutigen Menschen gar nicht existieren würden, sondern dann der Verlauf der Geschichte zu anderen Freundschafts- und Feindschaftsverhältnissen, Liebes- und Hassbeziehungen, Nachkommenschaften und Sterbefällen etc.pp. geführt hätte (s. Determination und im Vergleich dazu das Gedankenspiel zum 'Großvater-Paradoxon).
Dabei muss auch nicht zwingend die komplette Welt völlig neu gedacht werden, so es mehr darum gehen muss, zu was für Veränderungen wir im Hier und Heute bereits imstande sein könnten, wenn wir es nur wollten.
Allein in technologischer Hinsicht wären jetzt schon überaus faszinierende Projekte möglich, um bspw. Ackerböden nahezu vollautomatisiert wie computergesteuert optimalst zu hegen und zu pflegen.
Mehrstöckige Gewächshäuser könnten Waldrodungen vermeiden und Stromspannungen ließen sich mit Gezeitenkraftwerke sicherstellen. Entsalzungsanlagen könnten Wasserknappheiten ad absurdum führen u.s.w. u.s.f..
Was wir nicht alles tun könnten, wenn wir es nur wollten, ist geradezu gigantisch faszinierend und naturverträglich zugleich, wenn nur das liebe Geld, als der größte - je erfundene - Störfaktor zwischen Bedürfnis und Befriedigung all das - gleich wie religiöses Theologengeplänkel - nicht ausbremsen würde.

Kleiner Rückblick nach Spanien in die Jahre von 1936 bis 1939 - auch als so genannter 'Spanischer Sommer' bekannt:
Arbeiterverbände organisierten sich landesweit, jagten Franco aus dem Land, schafften in fast ganz Spanien das Geld ab, setzten erstmalig, seit Erfindung der Speerspitze, frei von Bedingungen die Regel der Gleichberechtigung für Alle um, und viele weitere geniale Dinge mehr.
Verbliebene Zeitzeugen bezeugen mit Tränen in ihren Augen bis Dato, dass genau diese 3 Jahre die Besten in ihrem Leben waren.

Nicht weniger beeindruckend soll es zeitweise schon zu biblichen Zeiten zugegangen sein, wobei wir allerdings keine Möglichkeit mehr haben, um dessen Authentizität feststellen zu können - so zur alttestamentarischen Geschichte zum Turmbau zu Babel:
Zu jener Zeit soll der angeblich 'Erste Herrscher auf Erden' mit Namen 'Nimrod' mehrere Kleinvölker zu einem Großvolk zusammengeführt haben, die dann Gigantisches zu leisten vermochten.
Sogar Gott soll - hier nur sinngemäß widergebend - festgestellt haben: "Von nun an wird ihnen nichts unmöglich sein, wonach sie sinnen."
Diese angebliche Feststellung veranlasste Theologen vor ungleich jüngerer Zeit dazu, dieser Story eine 2. Überschrift zu verpassen, darin für Bibelleser schon mal im Vorab behauptet wird, die Menschheit habe es mit Gott aufnehmen wollen, darum der Herr die Stadt mitsamt Turm zerstörte und obendrein auch noch die Sprache der Menschen verwirrte. Nun gut, warum sollten nicht auch Götter Ängste vor Konkurrenten haben...
Zumindest aber gibt diese Story im Kern eine einfache Logik insofern wider, dass wenn sich Gesellschaften zusammenraufen, statt sich spalten zu lassen, sie zu grandiosen Leistungen fähig sind.

Worum also bemühen wir uns im Kreise der Basis-Partei im Tatsächlichen?
Um mehr Demokratie, oder um mehr Logik im Kontext kritisch rationalen Denkens?

LG, M.
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#19
eine meiner traurigsten Berufserfahrung ist, dass die Kollegen nicht wissen welche "Macht" sie haben, wenn es um - ich mach' da nicht mit - geht

schon das Coaching am Arbeitsmarkt ist seit Jahren von "Kavaliersdelikten" ala Baerbock geprägt.

ich mach da schon lange nicht mit. Das ist meine Art von Luxus, um es wohlwollend auszudrücken.
(ziemlicher Niedrigwasserstand auf dem Konto mit den zugehörigen Konsequenzen)

Es ist das Spiel und nur das Spiel, das den Menschen vollständig macht. (Schiller)
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