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Gemeinwohl-Ökonomie
#1
Hallo dieBasis,

wie steht ihr denn zur Idee der Gemeinwohl-Ökonomie?

Aus meiner Sicht wäre Basisdemokratie und Gemeinwohl-Ökonomie eine gute Paarung.

Gruß Charly
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#2
Hallo, ich kenne die Bewegung seit 2017 und bin davon sehr angetan. Schon viele Firmen sind inzwischen dazugekommen. Ein guter Ansatz. Das passt zur uns!!!! Da sind Menschen, die sich wertvolle Gedanken gemacht haben und diese erfolgreich umsetzen. Hast Du da Kontakte? Sollten wir Kontakt aufnehmen?

Gruß von Heike aus Norderstedt
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#3
(25.05.2021, 19:58)Heike Rosenhain schrieb: Hallo, ich kenne die Bewegung seit 2017 und bin davon sehr angetan. Schon viele Firmen sind inzwischen dazugekommen. Ein guter Ansatz. Das passt zur uns!!!! Da sind Menschen, die sich wertvolle Gedanken gemacht haben und diese erfolgreich umsetzen. Hast Du da Kontakte? Sollten wir Kontakt aufnehmen?

Gruß von Heike aus Norderstedt

Ich selbst habe da keine Kontakte. Wollte zu einem Vortrag gehen. Leider kam Corona dazwischen.
Bin nur selbst als alte rote Socke von der Idee angetan.

Habe selbst ein Konto bei der Sparda Bank München, die auch schon seit Jahren eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.

Für mich geht Gemeinwohl-Ökonomie in die richtige Richtung, da sie u.a. mit dem Ziel der Machtbegrenzung korreliert.

Gruß Charly
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#4
(25.05.2021, 17:24)chande schrieb: Hallo dieBasis,

wie steht ihr denn zur Idee der Gemeinwohl-Ökonomie?

Aus meiner Sicht wäre Basisdemokratie und Gemeinwohl-Ökonomie eine gute Paarung.

Gruß Charly

Hallo Charly,

ich kann und möchte an dieser Stelle hier nicht einzig im Namen der Partei "Die Basis" antworten, so nur ein paar persönliche Gedanken bzw. auch denkbare Definition zum Begriff der Gemeinwohl-Ökonomie wie folgt beisteuern:

Nun, wir Menschen lehren seit nunmehr mehreren Jahrtausenden von Generation zu Generation weitergebend, ökonomische Verhältnisse auf Basis des direkten, oder indirekten Tauschens von Arbeitsleistungen reglementieren zu müssen. Wir reden in solchen Kontexten stets von "Handel", oder auch von "Märkten".
Und im Kontext diesen Verhaltens wurden so genannte "Wertmaßstäbe" entwickelt, danach Wert- u. o. Preisverhältnisse zumeist auf Basis von Nachfrage und Angebot ermittelt werden sollten - so zumindest nach soweit anerkannten Schulmeinungen.
Gräbt man sich jedoch tiefer in diese Art des Denkens ein, so stellt man fest, dass sich doch nicht Alles und jedes Bisschen mit Hilfe eines so genannten Wertmaßstabes objektivieren und ordnen lässt, darum es Freiräume in solcherlei Ermittlungen gibt; wir können somit über Preisverhältnisse u. o. Preisverhältnismäßigkeiten verhandeln.
Letzteres wiederum führte nur zu oft zu dramatischen Situationen, wobei ich nicht nur Menschen beklagen möchte, die z. B. dem Goldrausch verfallen waren, oder auch heutzutage sind, so es auch nur zu oft zu gigantischen Kriegshandlungen kam.
Wir können daher in stark verkürzter Form sagen, dass die von Adam Smith konstatierte "Unsichtbare Hand des Marktes" nichts anderes besagt, alsdass nicht der menschliche Verstand die Welt regiert, sondern das angeblich liebe Geld.
Um so mehr bin ich auch um die guten Vorsätze der Partei "Die Basis" besorgt, gilt auch dort: "Ohne Moss, nix los!"
Anders formuliert scheint mitunter unstrittig zu sein, dass auch kluge Leute, wie z. B. Herr Dr. Reiner Füllmich zu verstehen geben, dass wir ohne Geld keinen Zugang zu Recht und Gerechtigkeit haben. Somit erliegen also Hüben wie Drüben alle Leute einer Denkweise, die nichts anderes besagt, alsdass wir Alle abhängig von Geld seien - somit also, gleich wie Drogenabhängige, halt Geldabhängige seien.
Aber; stimmt das tatsächlich?

Ich meine: Nein! Denn das Universum war von Anfang an im Ganzen völlig kostenfrei. Denn dass irgend Etwas im Universum "kosten" könnte, oder müsste, entsprang einer anfänglich von Menschen entwickelten Narrative - einer antiken Leseart bzw. Weltsicht. Sie entstand auf Grund der Absicht, die Dinge in der Welt "regulieren" und somit kontrollieren bzw. beherrschen zu wollen. Gelungen ist jedoch diese Absicht niemandem, wie uns die bisherige Menschheitsgeschichte aufzeigt.
Warum aber konnten bislang derlei Bemühungen nicht gelingen?
Nun, die Antwort ist viel einfacher, als die meisten Menschen auf der Welt zu sehen bzw. zu denken gewillt sind, zumal sie geneigt sind, in möglichst komplexen Zusammenhängen zu agieren.
Somit möchte ich die Neigung hin zum komplexen Denken nicht beklagen, sondern nur hinterfragen, in wiefern die Notwendigkeit dafür - daher im Sinne des kritisch rationalen Denkens - gegeben ist.
Und im Zuge dessen meine ich, dass jeglicher Handel nicht wirklich notwendig ist, sondern von der Alternative des "Teilens" bzw. des "richtigen Verteilens" beanspruchter Dinge, vollständig abgelöst werden kann.
Hierzu ein Beispiel:
Wir wissen uns mitunter an die dramatische Zeit der so genannten "großen Depression" am Anfang des 20. Jahrhunderts zu erinnern. Börsianer wurden über Nacht arm, wie Kirchenmäuse. Notstände breiteten sich wie Wasserwellen aus. Zwar fielen (noch) keine Bomben vom Himmel und fahrtaugliche Autos standen ebenso nach wie vor in der Gegend herum, so auch weiterhin Staubsauger und sonstige Dinge in Schaufenster existierten, hatte sich die Welt im Grunde nur in sofern geändert, alsdass kein Geld als gleichsam Tauschmittel mehr da war bzw. für zu viele Menschen nicht mehr da war.
Eine verrückte Situation, zumal die Mittel zur Herstellung von Nahrung, sauberes Wasser u.s.w. gar nicht verschwanden, wurden Menschen nur vom Gedanken des fehlenden Geldes davon abgehalten, Gebrauch von ihren 'nach wie vor vorhandenen Ressourcen' zu machen.
Die damals Betroffenen hätten also die Gunst der Stunde hin zu einer auf Ressourcen basierenden Ökonomie ergreifen können, was sie aber nicht taten, schlicht, weil sie längst zu tief im unverrückbar dogmatischen Gelddenken indoktriniert waren.
Dabei war es schon damals längst gängige Praxis, den Bedarf an Güter zu ermitteln, sodass nicht mehr nötig war, dessen Mengen herzustellen und zur Verfügung zu stellen. Jegliches Tauschen hätte also durch das Konzept der Abdeckung aller nachgefragten Dinge abgeschafft werden können - womit sich auch Werttheorien regelrecht von allein ad absurdum getrieben hätten, weil sie in Wirklichkeit gar nicht schlüssig begründet werden können. Sogar im Gegenteil: Je knapper ein Gut gehalten wird, um so wertvoller erscheint es uns. Was hingegen im Überfluss vorhanden ist, steht jedem Menschen zur Verfügung und braucht daher keinem Handel bzw. "Markt" mehr zugeführt zu werden. Zudem ist eine auf "Ressourcen basierende Ökonomie" nicht mehr von quantitativen Zuwächsen abhängig, zumal inzwischen sehr gut gereifte Technologien wenige Menschen beanspruchen, um Nahrung und sonstige Dinge in Überfluss für Alle herzustellen. Diese dadurch nicht mehr notwendigen Generationsverträge würden quasi nebenher ad absurdum getrieben, zumal die Versorgung aller Menschen nicht mehr von Gelder abhängig wären und ohnehin nur einfordern, möglichst viele Gutverdiener zu zeugen, um wenige Arbeitsunfähige mitversorgen zu können, handelt es sich dabei ohnehin um einen Wahnsinn, welcher auf das irrige Konzept des ewigen Wachstums setzt, und das kann nunmal aus logischen Gründen nicht dauerhaft funktionieren.

Ich verstehe DIE BASIS als fortlaufend dazulernende Partei und hoffe, das sie in diesem Sinne über den Begriff der "Gemeinwohl-Ökonomie" nachdenken und beraten wird,

m.f.G.
M. M.
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#5
Hallo M.M.,

ein guter Beitrag.
Natürlich können wir nicht zu einer Wirtschaft im Sinne von Adam Smith kommen. Niemand würde einer solchen abrupten Umstellung zustimmen.
Adam Smith als Basis sollten wir aber durchaus im Hinterkopf behalten.

Ich würde mir wünschen, dass wir Macht begrenzen können, h.h. auch die Macht der Marketing Abteilungen. Ganz wichtig ist mir, dass niemand so mächtig wird, dass er andere Menschen kaufen kann, bzw. Menschen so beeinflussen kann, dass diese glauben, das Ergebnis der Manipulation sei ihre eigene Idee.

Es soll durchaus möglich sein, Gewinne zu erwirtschaften. Diese Gewinne sollen aber endeffektlich dem Gemeinwohl dienen. Dabei dürfen Menschen durchaus unterschiedlichste Entgelde für ihre Arbeit einstreichen. Allerdings sollten diese Einkünfte auch immer dem Gemeinwohl dienen.

Ich selbst habe mich noch nicht so umfassend mit der Gemeinwohl-Ökonomie befasst. Stelle sie hier zur Diskussion, um auch selbst durch den Schwarm weiter zu kommen.

Gruß Charly
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#6
Hallo Charly,

zunächst einmal möchte ich herzlichst für Deine positive Wertung meines Beitrags danken, obwohl ich ihn ein wenig zu überhastet schrieb - wie ich finde.
Um so schwieriger fällt mir nun Kritik an Deinem gut geschriebenen Beitrag zu üben, denn ich fürchte, dass uns "gute Vorsätze" nicht wirklich weiterbringen.
Oder um es noch drastischer zu sagen, wenn gar mit der Tür ins Haus zu fallen, komme ich immer zu folgenden Schlüssen:
Gesellschaftskritik, oder das Aufdecken von Missständen, tragen genauso wenig zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft bei, wie Politiker mit hohen moralischen Wertvorstellungen.
Die Gründe dafür sind in sofern einfach, alsdass wir eine durchdachte Verwaltung der Rohstoffe der Erde sowie eine umfassende und nachhaltige Lösung unserer Umweltprobleme und gesellschaftlichen Defizite im Einklang mit den vorhandenen Rohstoffen und der Tragfähigkeit unseres Planeten, benötigen. Denn auch Menschen von tadellosem Charakter können auch in einer Regierung ohne die nötigen Rohstoffe und fortschrittlichen Technologien Krieg, Armut u.s.w., keinlerlei Korruption beenden, egal wie viele Gesetze sie erlassen oder wie viele Verträge sie schließen, zumal kein demokratisches Konzept (wir kennen ja noch nicht mal eine einheitliche Definition zur Demokratie) unser Lebensstandard den heutigen Stand ermöglicht hat, sondern durch Rohstoffe, Trinkwasser, fruchtbares Land und neue Technologien ermöglicht wurden.
Darum meine ich, dass mit noch so großen Reden und noch so historisch beeindruckenden Dokumenten unsere gesellschaftlichen Probleme nicht gelöst werden können.

Versuchen wir doch mal folgendes Gedankenexperiment, wie bereits in meinem vorherigen Beitrag angedeutet, wie folgt ein wenig deutlicher durchzugehen:
Was wäre denn, würde alles Geld der Welt über Nacht verschwinden? Könnten wir dann nicht weiterhin alles herstellen und sogar Überschüsse erzeugen, solange wir nur genug fruchtbares Land, Fabriken, nötige Ressourcen und technisches Personal hätten?
Während der Wirtschaftskrise in den 1920er Jahren standen - wie bereits erklärt - Staubsauger und sonstige Dinge in den Schaufenstern und Autos auf den Parkplätzen herum; an der tatsächlichen Welt hatte sich im Grunde nichts geändert.
Die Menschen hatten schlicht nur kein Geld und dadurch keine Kaufkraft mehr.
Aber; na und? Wie sich ein wenig später zeigen sollte, verfügte bspw. zu Beginn des 2. Weltkrieges die USA nur über etwa 600 erstklassige Kampfflugzeuge.
Jedoch erst durch die Herstellung von 90.000 Flugzeugen pro Jahr (!) konnte dieser Rückstand rapide abgebaut werden.
Zu Beginn des Krieges fragte sich das amerikanische Militär: „Verfügen wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die notwendigen Kriegsgeräte herstellen zu können?“
Die Antwort lautete selbstverständlich: “Nein, aber wir haben mehr als genug Ressourcen.”
Somit waren also nicht Geldmengen entscheidend, sondern die dafür notwendigen Rohstoffe und das technische Personal, durch die die USA die nötige Produktivität und Effizienz erreichen konnte, um den Krieg zu gewinnen.

Der wahre Reichtum einjeder Nation liegt daher in Wirklichkeit in ihren natürlichen Rohstoffen sowie in der eigenen Bevölkerung, die einen höheren Lebensstandard erreichen möchte.

Ein solcher Lebensstandard hängt - ungeachtet der politischen Philosophie, den religiösen Anschauungen oder anderen sozialen Bedingungen der Gesellschaft - letzten Endes von natürlichen Ressourcen (z.B. sauberer Luft, Wasser und urbarem Land), der industriellen Ausstattung und einem guten Bildungssystem ab.
Geldbasierte Systeme hingegen wurden zu antiken Zeiten entworfen und war schon für damalige Verhältnisse kaum angemessen.
Vielmehr bestehen wir auf derart veraltete Systeme, gleich wie wir auch geneigt sind, an Religionen bzw. sonstige geschlossene Denksysteme festzuhalten, dabei wir kaum bis gar nicht mehr prüfen wollen, in wieweit sie die Grundlagen für die Mehrheit unserer gegenwärtigen Probleme gebildet haben.

DIE BASIS - so ich sie denn tatsächlich richtig verstehen sollte - scheint im Kontext empirischer Befunde eine andere Art von Demokratie in sofern zu meinen als auch anzustreben, alsdass sowohl Zielsetzungen und Umsetzungskonzepte gesammelt und unter Einbeziehung eines ausgewogenen Verhältnisses mit der gesamten Umwelt geordnet werden können.
In diesem Prozess wird man auch Menschen gegenüber mit weniger effizienten Einbringungen dankbar sein, zumal es wichtig ist, Vergleiche anstellen zu können.
Wenn ich mich in diesem Punkt irren sollte, so bleibt mir immernoch das dann verbleibende Faktum, unter allen wählbaren Übel das Geringste zu wählen.  Smile

LG, M. M.
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#7
Wenn ich den Begriff "Gemeinwohl-Ökonomie" richtig verstehe, nämlich dass die Wirtschaftsleistung einer Unternehmung nicht am Geldwert, den sie generiert, gemessen wird, sondern an der Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle Beteiligten (also auch die Näherin in Bangladesch), die sie generiert, dann düfte eine Orientierung an der Gemeinwohlökonomie für eine Partei, die sich (zu Recht) Hoffnung auf eine messbare und spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen an der Basis dieser Gesellschaft (das ist eben nicht unbedingt die Geldmenge, über die ich verfügte, sondern die Fragen: habe ich Zugang zu den Ressourcen und wie gut kann ich an den Entscheidungsprozessen teilhaben?) wohl kaum zu vermeiden sein.
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#8
(26.05.2021, 20:23)Heiner Gallenkämper schrieb: Wenn ich den Begriff "Gemeinwohl-Ökonomie" richtig verstehe, nämlich dass die Wirtschaftsleistung einer Unternehmung nicht am Geldwert, den sie generiert, gemessen wird, sondern an der Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle Beteiligten (also auch die Näherin in Bangladesch), die sie generiert, dann düfte eine Orientierung an der Gemeinwohlökonomie [...] wohl kaum zu vermeiden sein.

Genau.
Denn Tauschsysteme für Waren und Dienstleistungen weisen eine Menge Nachteile auf.

Geld erwies sich mitunter als der größte Störfaktor zwischen den eigenen Bedürfnissen und dessen Erfüllungen.
Es ist daher tatsächlich nicht das Geld, das den Leuten fehlt, sondern der freie Zugang zu Ressourcen.
Geld führt zur Bildung sozialer Schichten und zu Elitismus, basierend auf wirtschaftlicher Ungleichheit.
Menschen sind nicht gleich, wenn nicht alle über die gleiche Kaufkraft, oder Zugangsberechtigungen zu Ressourcen verfügen.
Vielmehr versklaven sich die meisten Leute des Geldes wegen in Berufen, die sie nicht mögen.
Durch den Zwang, Geld zu verdienen, gibt es enorm viel Korruption, Gier, Kriminalität, Veruntreuung etc.pp..
Die meisten Gesetze wurden daher zum Wohle von Unternehmen erlassen, die genug Mittel haben, um durch Lobbyarbeit, Bestechung oder Überredung Gesetze verabschieden zu lassen, die ihren Interessen entgegenkommen.
Wer die Kaufkraft kontrolliert, kontrollliert quasi die Welt.
Geld wird daher nicht nur missbraucht, um das Verhalten derjenigen mit geringer Kaufkraft zu kontrollieren, so es sich als Werkzeug korrupter Machenschaften entwickelte.
Hinzu kommt, dass Güter wie Nahrungsmittel nur zu oft bewusst vernichtet werden, um das Preisniveau anzuheben: Knappe Produkte - so nach gängigen Wirtschaftsauffassungen - sind nunmal teurer.
Es ist zudem eine enorme Verschwendung und Beanspruchung natürlicher Ressourcen, wenn oberflächliche Designänderungen gemacht werden, um jedes Jahr einen neuen Trend zu prägen, nur damit die Absatzmärkte für die Hersteller konstant gehalten werden können.
Nicht weniger die enormen Umweltverschmutzungen, weil nachhaltige Abfallentsorgungskonzepte teuer sind.
Die Erde wird in einem unsäglichen Umfang für eine ebenso unsägliche Profitgier ausgeplündert.
Und das die Vorzüge der Technik nur denen mit genug Kaufkraft zur Verfügung stehen, versteht sich regelrecht von selbst.
Vor allem: Wenn Unternehmen auf Profit aus sind, werden Entscheidungen nicht zum Wohle von Menschen oder Umwelt getroffen, sondern hauptsächlich, um Reichtum, Eigentum und Macht zu vergrößern.

Wenn all diese Schieflagen noch immer nicht genügen sollten, um jetzt in sozioökonomischer und ökologischer Hinsicht eine völlig andere Gestaltungsrichtung anzugehen, und das nur zu gerne unter dem Dache der BASIS-Partei, tja, was dann droht uns dann als Alternative?
Obschon ich die Antwort längst kenne, mag ich kaum bis gar nicht darüber nachdenken.

Gruss, M.
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#9
(25.05.2021, 17:24)chande schrieb: Hallo dieBasis,

wie steht ihr denn zur Idee der Gemeinwohl-Ökonomie?

Aus meiner Sicht wäre Basisdemokratie und Gemeinwohl-Ökonomie eine gute Paarung.

Gruß Charly

Ich persönlich sehe das genauso. DieBasis und GWÖ können sich wunderbar ergänzen und ergeben eine gute Paarung.
Die Transparenz die beispielsweise eine Gemeinwohlbilanz für Unternehmen, für Städte und Gemeinden vorsieht deckt sich meiner Ansicht nach Wunderbar mit Grundwerten der Basis.
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#10
(25.05.2021, 19:58)Heike Rosenhain schrieb: Hallo, ich kenne die Bewegung seit 2017 und bin davon sehr angetan. Schon viele Firmen sind inzwischen dazugekommen. Ein guter Ansatz. Das passt zur uns!!!! Da sind Menschen, die sich wertvolle Gedanken gemacht haben und diese erfolgreich umsetzen. Hast Du da Kontakte? Sollten wir Kontakt aufnehmen?

Gruß von Heike aus Norderstedt

Hallo zusammen!

Ich habe im vergangenen November 3 Tage an einem Seminar teilgenommen und der Leiter des Seminars ist der Koordinator Deutschland Südwest - Gemeinwohlökonomie. Das Diakonische Werk Württemberg startet gerade eine große Mitarbeiterbefragung, wer sich zur Mitarbeit berufen fühlt. Ich habe das Gesamtkonzept vorliegen, jedoch ist dies besonders auf den Wandel der sozialen Einrichtungen bezogen. Sozialstaatliche Verantwortung und regionale Märkte sollen wieder vor Ort Synergien erzeugen, wodurch der Mittelstand gestärkt und dem demografischen Wandel eine Alternative entgegengestellt werden kann. Dennoch gefällt mir besonders gut, dass die Relevanz nicht nur abhängig gemacht wird von der Größe des beteiligten Unternehmens, sondern besonders auch kleine Gesten für das Gemeinwohl Beachtung finden. Finde auch es passt tatsächlich sehr gut zusammen. 
Soll ich nachfragen ob ich den Kontakt weitergeben kann?

Herzlichen und windigen Gruß von der Baar
Karin
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#11
(27.05.2021, 15:43)Karin Schöl. schrieb: Hallo zusammen!

Ich habe im vergangenen November 3 Tage an einem Seminar teilgenommen [...]. 
Soll ich nachfragen ob ich den Kontakt weitergeben kann?

Hallo zusammen und hallo Karin,

Derlei Ansätze gibt es viele, dabei sie jedoch folgende Umstände übersehen:
Nun, unsere heutigen Probleme haben eine globale Tragweite und können nicht von einer einzelnen Nation, oder gar Region gelöst werden.
Das Konzept des Gemeinwohls muss daher vom Wesen her global betrachtet werden, wobei natürlich die Umsetzung von einem lokalen Punkt, oder auch von mehreren bereits gut vernetzten Lokalitäten ihren Anfang nehmen muss.
Was also müsste im Konkreten angegangen werden?
Soweit ich die weltweiten Dinge überschauen kann, müssten wir uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren und unsere Unterschiede beiseite schieben.
Denn in allen Kulturen - und das unabhängig von deren politischen Philosophien, religiösen Glaubenssätzen oder gesellschaftlichen Eigenheiten - ist jeglicher hoher Lebensstandard abhängig von natürlichen Ressourcen wie saubere Luft, Wasser, fruchtbares Land, Technologien und sowieso technisches Personal.
Diese Voraussetzungen können global durch eine humane Anwendung von Wissenschaft und Technologie in einer ganzheitlichen Herangehensweise erreicht werden.
Denn erst, wenn wir Geldsysteme und Eigeninteressen hinter uns lassen, werden die Beziehungen zwischen Nationen nicht mehr auf Eigennutz, sondern auf gegenseitigem Interesse beruhen.
Dieser Ansatz würde ungleich eher dazu beitragen, künstliche Grenzen einzureißen, zumal sie Menschen voneinander trennen.

In diesem Sinne weniger windige, aber doch ebenso herzliche Grüsse zurück,
M. M.
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#12
(27.05.2021, 16:26)M. M. schrieb:
(27.05.2021, 15:43)Karin Schöl. schrieb: Hallo zusammen!

Ich habe im vergangenen November 3 Tage an einem Seminar teilgenommen [...]. 
Soll ich nachfragen ob ich den Kontakt weitergeben kann?

Hallo zusammen und hallo Karin,

Derlei Ansätze gibt es viele, dabei sie jedoch folgende Umstände übersehen:
Nun, unsere heutigen Probleme haben eine globale Tragweite und können nicht von einer einzelnen Nation, oder gar Region gelöst werden.
Das Konzept des Gemeinwohls muss daher vom Wesen her global betrachtet werden, wobei natürlich die Umsetzung von einem lokalen Punkt, oder auch von mehreren bereits gut vernetzten Lokalitäten ihren Anfang nehmen muss.
Was also müsste im Konkreten angegangen werden?
Soweit ich die weltweiten Dinge überschauen kann, müssten wir uns auf unsere Gemeinsamkeiten konzentrieren und unsere Unterschiede beiseite schieben.
Denn in allen Kulturen - und das unabhängig von deren politischen Philosophien, religiösen Glaubenssätzen oder gesellschaftlichen Eigenheiten - ist jeglicher hoher Lebensstandard abhängig von natürlichen Ressourcen wie saubere Luft, Wasser, fruchtbares Land, Technologien und sowieso technisches Personal.
Diese Voraussetzungen können global durch eine humane Anwendung von Wissenschaft und Technologie in einer ganzheitlichen Herangehensweise erreicht werden.
Denn erst, wenn wir Geldsysteme und Eigeninteressen hinter uns lassen, werden die Beziehungen zwischen Nationen nicht mehr auf Eigennutz, sondern auf gegenseitigem Interesse beruhen.
Dieser Ansatz würde ungleich eher dazu beitragen, künstliche Grenzen einzureißen, zumal sie Menschen voneinander trennen.

In diesem Sinne weniger windige, aber doch ebenso herzliche Grüsse zurück,
M. M.

Ich finde diese Sichtweise toll. Ehrlich. Ich wünschte, ich hätte noch die Energie Globales mit in den Blick zu nehmen. Derzeit bin ich oft schon einfach nur glücklich, wenn ich die künstlichen Grenzen zu meinen Nachbarn noch irgendwie durchdringen darf. Ich bin dankbar für jeden Menschen, der mir uneigennützig ein Lächeln schenkt und ich das sehen kann. Die gut vernetzen Lokalitäten waren mal Familien, Freunde, Kollegen, usw. sie sind stellenweise oft eher im Naturell gemein und nicht für das Wohl ihrer Mitmenschen. Tatsächlich bin ich überzeugt, wenn wir es schaffen, die Menschen um uns herum zu sehen, wahrzunehmen wie man sich unterstützen kann und welche Gemeinsamkeiten man hat und wenn dies das Bestreben eines jeden ist, dann hat sich die gesamte Welt bereits geändert und wir brauchen nur immer den zu sehen, der uns gegenüber steht, diesen als den wichtigsten Menschen anzunehmen, in diesem Moment... 

so und nun haben wir tatsächlich SONNE hier, ohhh wie schön
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