Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Separation von Kirche und Staat
#16
(02.04.2021, 22:49)Werner Lachenmaier (RP) schrieb: Der Staat soll sein Zuhältertum zur Kirche aufgeben und sich nicht mehr als Inkassounternehmen für die Kirchen hergeben. 
Entschuldigung, das ist Unsinn, die Kirchensteuer ergibt sich aus der Enteignung der Religionsgemeinschaften durch das deutsche Reich unter preußischer Führung. Diese wurde nie rückgängig gemacht, sondern wird so kompensiert.

Die Kirchensteuer ist vergleichsweise niedrig zu den Beiträgen in anderen Ländern.

Ihre Wortwahl ist übrigens alles andere als achtsam, da besteht Übungsbedarf.... Wink

Ich glaube, ich sollte mir das mit dem Beitritt nochmal ernstlich überlegen angesichts dieses Forums.... hätte ich ja bei einer demokratischen Partei, welche den Schwerpunkt auf Achtsamkeit legt anders erwartet.
Schon schade, dass es so gar keine Alternativen gibt...
Zitieren
#17
Guten Abend, Gast.
Warum bist du eigentlich noch keine Mitglied in unserer Partei? Es gibt doch offensichtlich einige Personen, die sich mit dir austauschen möchten.
"Mach mit", meint Raimar Ocken,
Zitieren
#18
Ich bin neues Mitglied in dieBasis . Dass angeblich eine Mehrheit eine Abschaffung von Religionsunterricht für wichtig und richtig empfindet halte ich für schade und bedenklich:
Die Teilnahme am Religionsunterricht und übrigens auch das Zahlen von Kirchensteuer ist beides freiwillig und die Säule 'Freiheit' sollte auch die Religionsfreiheit einschließen.
Wollt ihr da wirklich wieder zu DDR-Zeiten zurück und wollt den Schülern, die eben freiwillig lieber den Religionsunterricht besuchen das verbieten und sie dazu zwingen einen staatlichen Alternativ-Unterricht zu besuchen?!
Ich bin da für die Entscheidungs- und Religionsfreiheit!
Zitieren
#19
Anstatt Religionsunterricht in den Schulen vorzuschreiben, kann dieser am Nachmittag auf freiwilliger Basis stattfinden.
Dringend benötigt werden Schulfächer wie z.B. 'Internetverhalten, Soziale Netzwerke...', in Sozialkunde z.B.: welche Versicherungen sind notwendig, worauf muss ich beim Abschluss eines Vertrages achten (z.B. gehen bei vielen Verträgen hohe Abschläge an den Versicherungsagenten, etc.)

Eine dringende Aufarbeitung der Religionen ist notwendig. Entstehung, Vergleiche, Übersetzungsfehler, neue Interpretationen (als Beispiel die in Auftrag gegebene King James Bibel)

Aufklärung ist wichtiger denn je...
Zitieren
#20
Nur kurz zu: Trennung von Kirche und Staat

Es ist sicherlich nicht so, dass die Inhalte der soweit erschlossenen Verfassung Deutschlands die Qualitäten sogenannter "Letztbegründungen" (re-)präsentieren, darum dessen Inhalte selbstverständlich diskutabel und als verbesserungsfähig aufgefasst werden sollten. Letzteres muss aber im Zuge des 'kritischen Denkens' nicht unbedingt bedeuten, irgendwann einmal den Sinn und Zweck einer Grundreglung verwerfen zu müssen, so dies auch bedeuten kann, sie in verbesserter Form zu formulieren bzw. zu kommunizieren. Denn mir scheint, dass bereits die Forderung bez. der genannten Trennung nur zu oft in der Weise missverstanden wird, alsdass gegenüber den Kirchen eine Missachtung entgegengebracht würde. Dem ist aber nicht so, weil der Artikel 4 des Grundgesetzes im Eigentlichen besagt, dass jeder Mensch im Ramen seiner natürlichen Selbstbestimmungsrechte glauben, oder auch nicht-glauben kann und darf, woran man möchte. Mit dieser zugestandenen Glaubensfreiheit wird sogar jedem Menschen das Recht zugestanden, auch alle Augenblicke lang seine Glaubensauffassungen ändern, dh. z. B. korrigieren, rationalisieren, ausweiten u.s.w., zu können bzw. zu dürfen.
Somit fordert das in Artikel 4 formulierte Grundrecht nichts anderes, als die Trennung von "res publica" und "res privata" ein.
Diese Trennung bzw. Unterscheidung zwischen "Persönlichen Weltanschauungen" und "Gesellschaftliche Übereinkünfte (Gesellschaftsverträge)" verdeutlicht somit u. A., dass wir in einer Welt bzw. in einem Universum "möglicher Optionen" leben. Diese Optionen können somit in Anspruch genommen werden, zugleich aber auch gilt, dass sie nicht in Anspruch genommen werden müssen.
Dies gilt auch für naturwissenschaftliche Anliegen, zumal auch Wissenschaft im Tatsächlichen nichts anderes, als ein Glaube darstellt. Denn was uns Gestern noch eine Neuheit war, ist uns heutzutage zur Normalität bzw. zum Alltag geworden, dabei wir stets gespannt darauf sind, welche Neuentdeckungen bald schon ermöglicht werden können.

Versuchen wir also Folgendes zu verstehen und auch zu kommunizieren:
Nun, in unserer Geschichte gab es immer wieder Menschen, die deutlich erkannten, wie wenig sie in Wirklichkeit wussten (s. z. B. Sokrates: "Ich weiß, dass ich nichts weiß). Andere hingegen glaubten alles zu wissen (s. mitunter religiöse und politische Führerschaften). In der heutigen Zeit scheinen Differenzialgleichungen, Computermodelle und Statistiken zu triumpfieren - harte Tatsachen also, die scheinbar alles bedeuten. Ein Wissen allerdings, das nicht weniger aus dem Glauben kommt und daher in Wirklichkeit nicht mehr wert ist, als Seifenblasen. Alles kritische Denken führt zu immer neuen Fragestellungen, in dessen Prozess des Suchens auch immer wieder neue Antworten gefunden werden. Wer aber fragt noch nach dessen Schönheiten? Etwa Bill Gates? Oder Fr. Merkel, oder gar Kim Yong Un, Biden [...]? Wohl kaum! Aber es gibt Strömungen, die von der Schönheit dieser Seifenblasen ausgehen und zu überraschenden Schlussfolgerungen führen - Schlussfolgerungen, die uns klarmachen, dass unsere harten Tatsachen NICHT bis an die Oberfläche aller Erkenntnisse reichen, sondern unzulänglich und irreführend sind. Jedoch beginnen mehr und mehr Anhänger der sogenannten "hellwachen Welt" ein wenig unsicher zu werden. Denn Anzeichen weisen auf Grenzen der Messbarkeit, der Analysen und überhaupt - von den Griechen? - begründeten Logik hin. Es gibt somit Rätsel, die unseren wohlfundierten Lösungsversuchen widerstehen, und es befriedigt uns nicht, sie vor uns herzuschieben, sie außer acht zu lassen oder gar abzuleugnen. Aber je mehr wir Ignoriertes unter den Teppich kehren, um so buckliger und unbequemer wird er. Die ehrlichen Wahrheitssuchenden unter uns werden sich deshalb vielleicht nicht vor Worten und Quellen verschließen, die von unserer Art der Logik, unseren Denkweisen, Überlieferungen, Gewohnheiten u. Ä. beeinflusst sind. Möglicherweise sind es Worte, die zwar von Menschen gesprochen werden, jedoch aus einer weit entfernten und uns gänzlich fremden Welt / Kultur entstammen. Sie klingen zwar vertraut und doch seltsam; sie erreichen uns, doch wir können sie nur festhalten und bewahren, bis unser Streben nach Verständnis zum Erfolg führt. Und genau in diesem Sinne verstehe ich das Kernanliegen der Partei "Die Basis", sofern ich sie denn richtig verstanden habe - ein "Wir" also, das Vielseitigkeit und Vielfältigkeit zu harmonisieren, statt zu verhindern gedenkt.

Gruss,
M. M.
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste