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Das Café 'UnPolitisch' - Druckversion

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Das Café 'UnPolitisch' - landmark - 24.03.2022

„Welcome back my friends, to the show that never ends!
We're so glad you could attend, come inside, come inside.“

„Left behind the bars, rows of Bishop’s heads in jars
And a bomb inside a car.
Spectacular! Spectacular!

If you follow me there's a speciality.
Some tears for you to see.
Misery, misery.“


So Grüße ich alle Leser und hoffentlich auch Schreiber, indem ich meinem Hypokriten - dem Pharisäer in mir, ein wenig Ausgang gönne. Ich war der Meinung, für einen Ort wie der, der mir hier vorschwebt, gibt es eigentlich keine bessere Einleitung, als die Zeilen, die mein Pharisäertum dort oben als Zitat über den Eingang gehängt hat. Für diejenigen unter euch, die mit dem Zitat, dass in anderer Reihenfolge, als im Original vorgesehen, sich präsentiert, nichts anfangen können, möchte ich darauf hinweisen, dass jene lyrischen Zeilen aus dem Song - einem Mammutwerk der Musikgeschichte - „Karn Evil 9“ von Emerson, Lake and Palmer - auch bekannt als ELP - aus ihrem Album „Brain Salad Surgery“ von 1973 stammen, dessen Cover-Artwork einer der größten Surrealisten aller Zeiten erschuf: H. R. Giger!

Genau darum soll es hier gehen. Kunst, Kultur und Emotionen. Keine Politik!
Politik ist hier nicht erwünscht. So soll auch das Gewand „Political Correctness“ an der Garderobe bitte abgegeben werden. Sie können es bei Verlassen ja wieder mitnehmen, oder es „aus Versehen“ vergessen. Wir werden es schon „artgerecht“ entsorgen.
Aber … zivilisiert soll es hier zugehen!
Das bedeutet … über einen „Kack Tag“ fluchen und farbige Metaphern verwenden - immer raus damit.
Sich in Mitleid suhlen zu Selbsttherapie-Zwecken - es gibt wohl immer jemanden, der hier „zuhören“ wird.
Beleidigungen Gästen gegenüber, die offensichtlich nicht neckisch gemeint sind - RAUS!
Zivilisiert halt, denn wir sind hier alle „Kumpel“. Dann brauchen wir auch keinen Therapeuten. Spart Geld! Und Du musst nicht aus dem Haus raus. Ist doch geil. Und wer will überhaupt zu Therapeuten, die den „G“-Dreck mitgemacht haben. Für die Meisten von euch sind Fahrten, zu den „Auserwählten“ und „Erleuchteten“ unter den Therapeuten doch im Moment gar nicht besonders erschwinglich - bei DEN Benzinpreisen.

Lasst uns also hier die Kunst, Kultur und Emotionen abfeiern, solange wir noch können.
Schreibt über Bücher, Filme, Comics, Musik, Theater, Bilder. Was euch bewegt, was euch verletzt.
Schreibt Blödsinn, über den Irrsinn des Tages. Heult euch aus oder feiert, was ihr schon immer feiern wolltet. Alternative und Underground. Verlorenes und Wiederentdecktes.
Was auch immer.

Dort hinter den Mauern der „Eliten“ namens „Partei-Mitglieder“ gibt es eine Bar, die so sein sollte. Ich weiß nicht, ob sie noch „steht“.
Ich dachte mir: „Warum nicht so ein Ort für Alle?“
Jetzt bin ich seid vielen Jahren kein Fan von Bar’s mehr, deshalb ist dies hier ein Café.

Lasst uns Leben! Lasst uns philosophieren! 
Lasst uns gemeinsam „Leben“ definieren!

„Step inside, hello! We've a most amazing show!
You'll enjoy it all we know.
Step inside! Step inside!“

Für alle, die den gesamten Text gerne lesen möchten:

https://genius.com/Emerson-lake-and-palmer-karn-evil-9-lyrics


Ich wünsche viel Leben!


RE: Das Café 'UnPolitisch' - estrb70 - 24.03.2022

Immerhin, 18 "Gucker" in acht Stunden, nun, zumindest Neugier gibt es noch im Forum. Fangen wir harmlos an, schließlich ist bald Wochenende und mein Hirn schon halb verbraucht:

Von Christian Morgenstern ein gutes Beispiel für die Unterschiedlichkeit von Perspektiven:

Vice Versa

Ein Hase sitzt auf einer Wiese,
des Glaubens, niemand sähe diese.

Doch, im Besitze eines Zeißes,
betrachtet voll gehaltnen Fleißes

vom vis-a-vis gelegnen Berg
ein Mensch den kleinen Löffelzwerg.

Ihn aber blickt hinwiederum
ein Gott von fern an, mild und stumm.

Ich mag diese hübschen kleine Verse von Morgenstern, weil er mit wenig Worten ganze Landschaften zu malen vermag. - Nun, zweimal "mag" im Satz - sollte eigentlich besser gehen... Und da Morgenstern schon in seiner Jugend sehr krank war und früh gestorben ist, hat er sich intensiv mit dem Tod beschäftigt. Deshalb auch seine "Galgenlieder" sowie viele absurde Schöpfungen, nur aus Launen heraus. Dafür kann ich bei ihm aber auch zu jeder Stimmung etwas passendes finden. Doping für die Seele, sozusagen.

Also - "Die Rehlein beten zur Nacht, hab acht! Sie falten die kleinen Zehlein, die Rehlein."

Liebe Grüße an alle


RE: Das Café 'UnPolitisch' - cristian richard - 25.03.2022

Klasse!
Zur feierlichen Eröffnung bringe ich Blumen mit ^!^
Eine tolle Idee  !!!

Gutes Gelingen und viel Besuch wünsche ich.


RE: Das Café 'UnPolitisch' - landmark - 25.03.2022

Guten Morgen,
Hallo, wie geht’s?
So früh schon hier?

Irgendwo ist es bestimmt Morgen und verhältnismäßig früh. Egal, wann man das hier liest. *lächel*

Elke, ich weiß ja nicht, ob Neugierde wirklich so eine gute Idee ist. Du weißt doch: „Neugier ist der Katze Tod!“ Hatte ich doch bereits an anderer Stelle geschrieben. :-)

So ziehen sie denn vorbei … die „Schaulustigen“.
Aber ist okay. Vielleicht haben sie Angst. Davor, sich lächerlich zu machen.
MIR ist das Wurscht. Ich habe mich bestimmt schon in den Augen mancher lächerlich gemacht. DAS geht aber noch besser. Ich könnte jetzt schreiben, dass mein einziger echter Gedichtband, den ich besitze, von Gottfried Benn ist, was ich hiermit getan habe … Auweia!
Warum heißt das eigentlich „Auweia!“? Steht das phonetisch für „Au, Weiher“ und bedeutet, dass man bei der Durchquerung eines Weihers aufpassen muss, da man sich durch Geäst, dass unter der Oberfläche lauert, gehörig verletzten kann?
„Was ist passiert?“
„Au, Weiher!“
„Ts. Ts. Hast Du wieder nicht aufgepasst?!“

Guck 'mal! Cris bringt Blumen! Schön sind se. Iss ja Frühling!
Bei ihm habe ich mich mit Sicherheit lächerlich gemacht! lol

Kennt jemand noch „MTV’s 120 Minutes“? Die europäische Version aus England mit Paul King?
DA habe ich Anfang der 90er meine musikalischen Inspirationen gesammelt. Es gab Videos von Bands, die man schon kannte, um die es aber bereits etwas still geworden war, wie zum Beispiel Front 242 - die damaligen EBM-Götter. „Headhunter“! Ja, Freunde. Belgien hatte mehr zu bieten als nur das pinkelnde Bürschchen!
Es gab aber auch viel Neues. Bei einer nicht unerheblichen Anzahl war man froh, dass die nie wieder auftauchten. Andere tauchten immer wieder auf, obwohl man seine Religiosität entdeckt hatte, daraufhin angefangen hatte, zu beten, sie mögen nicht wieder auftauchen, aber sie taten es doch.
Wie R.E.M.
Entschuldigung an alle R.E.M.-Hörer und -Fans. Ich will nicht ausdrücken, dass die Band Kacke ist. Das kann ich gar nicht richtig beurteilen. Ich bin ja kein solcher Musik-Experte wie zum Beispiel Torsten Sträter. Aber wenn ich wählen soll zwischen R.E.M. und dEUS, dann wähle ich dEUS. Definitiv!
dEUS war übrigens eine DER Bands, die ich durch „120 Minutes“ kennen und lieben gelernt habe.

Der Sträter ist Musik-Experte? Fragt das jemand?
Hat er doch bereits vor „DEM VIRUS!“ bewiesen.
„Pink Floyd ist überschätzt.“, hat er gesagt!

Jaa, DAS muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Emporkömmlinge die NUR Witze erzählen, Werbung für schlechte Filme als „Ihre Meinung“ verkaufen, diese „Meinung“ nach ein paar Monaten widerrufen, dürfen straffrei die Leistungen einer Band, die mehr Innovation der Musik-Kunst geschenkt hat als der Modestil dieser geistig Minderbemittelten, durch den Dreck ziehen.
Mal ganz ehrlich: Wer kauft sich Klamotten, die bereits im Arsch sind?
Und DER behauptet, er wäre gelernter Herrenschneider! Kriegt aber die Löcher in seinen Klamotten nicht genäht. Da bin ICH ja besser … und ich habe das gar nicht gelernt!

Aber … „Someday! Someday I suppose.“
So heißt übrigens ein Song von „The Mighty Mighty Bosstones“. Die mischen Ska mit Punk. Da kann man kaum ruhig sitzen bleiben. Habe ich auch von „120 Minutes“.
Wen’s interessiert, ein Ohr zu riskieren, der kann Text und Video hier finden:

https://www.songtexte.com/songtext/the-mighty-mighty-bosstones/someday-i-suppose-bde354a.html

Glaubt mir … das ist die richtige Musik zum Einstieg in ein schönes Wochenende. Oder als ECHTE Begleitmusik auf 'nem Spaziergang oder 'ner Demo. Da läuft das Gehen gleich viel beschwingter. Selbst die einem selbst entgegengestreckten Mittelfinger müssen da mitwippen.
Doch nicht „Freiheit“! Wer kommt denn auf so einen Müll! Oder Scorpions … „Winds of …“ ich-möcht-mir-den-Magen-freiwillig-auspumpen-lassen.
Boah, immer dieses Geheule!
Freiheit macht froh und glücklich! Auch der Kampf FÜR Freiheit sollte froh und glücklich gestaltet werden … und nicht wie ein Trauerzug daher kommen.
Was seid ihr alle? Totengräber?
Das muss grooven!
Nicht nur in die Beine … durch den ganzen Körper muss das ziehen!
Hell, yeah … FREIHEIT! WOW! Yippeee! Freiheit der Freiheit!
Feiern! Grooven! Tanzen! Zeigt dem Mittelfinger den Mittelfinger! Grinsend!
Das ist noch nicht einmal Politik. Das ist LEBENSGEFÜHL! Ätsch, wir leben noch!
SO muss das gehen!
Aber, nein! Die spielen Westernhagen.
„Friert mich BITTE wieder ein!“

Naja, „Someday I suppose“.


Schönes Wochenende wünsche ich euch allen schon einmal.
„Thank God, it’s Friday!“ Duum, Dudumm-Dumm. :-)


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Manfredo - 25.03.2022

“Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.” (Jonathan Swift)


Kaffee und Kultur: Kaffee ist das einzige Getränk auf der Welt, das zu einer gemeinsamen Kultur hingeführt hat. Kaffeehäuser und die dort servierten Getränke sind zu einem wesentlichen Bestandteil der gesellschaftlichen Kultur geworden. Seitdem 1554 das erste Café in Istanbul eröffnet wurde, hat Kaffee einen riesigen Einfluss auf Kunst und Kultur. Unzählige Künstler, Studenten und Lehrer haben sich in Kaffeehäuser versammelt, um dort Bücher zu lesen, Stücke zu spielen, und lebhafte Gespräche zu führen. Dieses Phänomen beschränkt sich nicht auf Istanbul. Rund um den Globus dienen Kaffeehäuser als Treffpunkte der Intellektuellen und Denker wie Emanuel Kant, Ludwig van Beethoven, Voltaire, Honoré de Balzac, Victor Hugo, Alexander Dumas, Moliere... Sie alle sehen es als Lebensweise: Für sie ist der Kaffeekonsum eine Ausdrucksform. Während des Kaffeetrinkens wurden übrigens die schönsten Freundschaften geknüpft. Kaffee hat auch als Inspirationsquelle für viele Kunstwerke gedient.


Schon gewusst: Die Redewendung ” Kalter Kaffee macht schön.” stammt aus den Zeiten des Barocks. Damals waren die Adeligen vorrangig weiß gepudert, was beim Genuss von heißem Kaffee allerdings weniger gut endete, weil der Dampf die Schminke verlaufen ließ. Daher wurde beschlossen, dass Adelige in der Öffentlichkeit nur noch kalten Kaffee trinken.

Liebe Grüße, Manfredo


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Sigrid Butz - 25.03.2022

Hallo Landmark und an alle Interessierten, 

eigentlich dachte ich bei Cafés (außer Eiscafés)
immer an alte Kuchen essende Omas. Eine
Bar wäre mir persönlich lieber. Und so alt bist
du ja nun auch nicht.

Da wir nun Mal in einem Cafe sind, hier ein paar
Zeilen von unserem bedeutenden deutschen Lyriker
zum Kaffee:

"Bohnenkaffee"

Ich will so werden wie die Leute,
die nachts Bohnenkaffee trinken,
und vorm morgigen Geläute,
die Welt mit Leben neu beschenken.

Wer wachend auch zu später Stund verweilt,
des Mattigkeit der schwarze Zauber heilt.
Ist die Nacht auch kühl auf Erden,
es klopft alsbald das Herz,
und reiner Freude weicht der alte Schmerz.

Streif ab die schwere Last der Lider,
mit neuem Schwung zur Tat  bereit,
erwachen sollen deine Glieder
mit der Bohnen Kraft Geleit.
Der spürt, wie Blut in seinen Adern schlägt,
wer nur mit Mut erneut zu Werke geht.

Und dazu noch ein schönes Stück Torte!!!

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Sigrid


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Sigrid Butz - 25.03.2022

Leider war der beschriebene Lyriker kurz abwesend.
Jetzt ist er wieder da. Es handelt sich übrigens um
Friedrich Schiller (1759-1805).

Liebe Grüße

Sigrid


RE: Das Café 'UnPolitisch' - cristian richard - 25.03.2022

Cafe ?
Ich hab immer nen kleinen Flachman mit Rrrrrrum dabei,
wenn Landmark nich guckt,   *gluck gluck* rin in Kaffe.
und plötzlich schmeckt der Kaff lecka.  och besser isses mit Kakau  
njam njam  *schllrrrrrrrf*


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Sigrid Butz - 25.03.2022

Gute Idee, cris.

Muss ich mir merken.

Gut Schluck.

Sigrid


RE: Das Café 'UnPolitisch' - landmark - 25.03.2022

Hallo Manfredo,
Guten Tag Cris,
Ah, hallo Sigrid, auch hier?

Da dreht man sich einmal kurz um und ... schwupps ... Leben in der Bude. Schön. Geht doch.

Doch Sigrid, so alt bin ich ... und so jung. Kommt auf die Perspektive an. :-)
Nur soviel:
Es gab ein Zeit, da hätte ich dich wahrscheinlich unter den Tisch saufen können. Ich war kein Alkoholiker. Hätte aber vielleicht einer werden können. Und wenn es auch nur zum Wochenendalkoholiker gereicht hätte. Mir fiel aber auf, dass der Alkoholkonsum mein Denken beeinträchtigte ... und meine Kreativität. Ich hörte also mit dem Alkohol auf - von Heute auf Morgen.
Ich frequentierte aber immer noch mein "zweites Zuhause". Das war immer noch toll, lehrreich und inspirierend.
Dann jedoch fingen alle um mich herum an, nur noch über "Wer mit wem und warum" zu sprechen.
Da war ich raus.
Not my cup of tea!
Jetzt vertrage ich aber auch gar keinen Tee! :-)
Ich mag es einen Kaffee bei der Hand zu haben, während ich ... schreibe zum Beispiel. Da funktioniert mein Denken besser. Auch 'nen Kaffe beim Musik hören. Und Schiller hat es ganz gut getroffen.
Das war 'ne Untertreibung! *grins*
Naja, und dann gibt es da noch diesen Song, der mir - ebenfalls auf "120 Minutes" - die Tür zur Band TOOL eröffnete: "Sober" - Nüchtern.
Text und Video hier, falls es interessiert:

https://www.songtexte.com/songtext/tool/sober-gbef1196.html

Ach, und Schiller ist wieder da? Haben die den ausgegraben? Der riecht doch bestimmt komisch.
Wie sieht der denn jetzt aus? Wie bei "The Walking Dead" oder eher wie bei "The Crow"? Oh, bitte ... so ein Brandon Lee Typ. Nicht die "Walking Dead".
Da hätte ich doch lieber "Goethes Erben". Ist eine Band. Gibt es wirklich. Oswad Henke - der Kopf des Ganzen - ist zwar keine Schönheit, aber immer noch besser als "The Walking Dead". Und artikulieren kann er sich auch besser. Er riecht bestimmt auch besser.
Vielleicht kann Cris dem Schiller ja etwas von seinem "Kaffee" - na, klar *zwinker* - abgeben.

Hey, Manfredo ... es gibt eine Redewendung "Kalter Kaffee macht schön"?
Wie soll DAS denn gehen? Mit kaltem Kaffee kringeln sich bei mir immer die Fußnägel hoch. Das ist GAR nicht schön!
Und glaub mir ... das willst Du auch nicht sehen.
Aber das mit der Inspiration kann ich unterschreiben ... mit Blut sogar.
Gott sei Dank ist das hier kein Geruchs-Forum! Bei all den untoten Schillers ... und Cris ... mit seinem "Getränk".

Okay, bevor ich völlig abhebe sag' ich besser ... bis später.
Genießt die schönen Dinge des Lebens ... gerade solche, die erst auf den zweiten oder dritten Blick ihre Schönheiten entfalten, denn DIE, bleiben für immer.


Ganz Liebe Grüße an euch alle


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Manfredo - 25.03.2022

Hi, Landmark,

es gibt noch viel ältere als "Schiller"

z.B. "Konfuzius"


Lasst uns philosophieren! 
Lasst uns gemeinsam „Leben“ definieren!




Einmal an sich selbst denken können
Im 20. und 21. Jahrhundert hat sich der moderne Hedonismus etabliert und weiterentwickelt. Wenn man jetzt die meisten Menschen nach dem sinnvollen Leben fragt, dann lautet die Antwort für viele das persönliche Glücksgefühl. Seit den späten 1970er-Jahren liegt der Fokus darauf, das Leben zu genießen und zwar in vollen Zügen. Das Ich in den Mittelpunkt stellen, sich loslösen vom beruflichen Stress und einfach im Hier und Jetzt leben.
Philosophische Ansätze können eine große Hilfe sein, man kann sie kombinieren und das Richtige für sich selbst finden. Wichtig ist nur immer, sich nicht von negativen Gefühlen leiten zu lassen.



Philosophieren heißt, sich verändern lernen
Ob im Alltag, in den gesellschaftlichen Prozessen oder mit dem Bewusstsein, dass jeder Mensch tagtäglich die Verantwortung für eine gerechte und humane Welt mit sich trägt, immer kommt es darauf an, den Perspektivenwechsel zu schaffen, egoistisches und ethnozentriertes Verhalten zu verändern, und zwar sowohl individuell und lokal, als auch global. Es gilt zu verstehen, dass die Vitalität des menschlichen Daseins Lebenskraft ist. Daniel N. Stern, Ausdrucksformen der Vitalität,



Konfuzius:


Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: das ist der bitterste.“


Dummheit ist nicht «wenig wissen», auch nicht «wenig wissen wollen», Dummheit ist «glauben, genug zu wissen».“


schönen Abend noch Tongue  Manfredo


RE: Das Café 'UnPolitisch' - estrb70 - 25.03.2022

Hier sind ja lauter Kaffee-Trinker... Da fühle ich mich glatt etwas in der Minderzahl. Obwohl - ich habe mehr Auswahl - Tee in weiß, grün, schwarz, das andere Grün, viele Versionen von rot... Allerdings gibt es keinen Schokoladen-Tee. Hab ein paar Mischungen probiert, die das von sich behauptet haben - enttäuschend. Lieber richtige heiße Schokolade - und wenn es sehr kalt ist, mit Rum. Oder Weinbrand. Oder Whiskey. Verbessert tatsächlich das Aroma.

Hauptsache mit Kuchen oder Torte, wie Sigrid völlig richtig festgestellt hat. Hm...

Landmark, hi, habe mir die beiden Videos angesehen. Das Erste, ok, ja, das Lied macht Stimmung. So was ähnliches läuft hier auf den Samstagsdemos. So alle 15-20 Meter hat einer Musik dabei und laut aufgedreht. Habe dabei sogar schon "Two Steps from Hell" erkannt... Das zweite Video - Mann, was für eine deprimierende Vorstellung, der Kerl in/mit der Kiste zu sein, in dem Haus, das Haus zu sein. Wow. Das kostet eine Extraration Schokolade heute!

Und - damit es nicht wieder so spät wird, eine Ermahnung an alle Spät-ins-Bett-Geher von Christian Morgenstern:

Der vorgeschlafene Heilschlaf

Palmström schläft vor zwölf Experten
den berühmten "Schlaf vor Mitternacht",
seine Heilkraft zu erhärten.

Als er, da es zwölf, erwacht,
sind die zwölf Experten sämtlich müde.
Er allein ist frisch wie eine junge Rüde!

Ein erholsames Wochenende für Euch alle
Liebe Grüße


RE: Das Café 'UnPolitisch' - Sigrid Butz - 25.03.2022

Hallo Elke,

ich hoffe, dass ich dich so nennen darf.
Mir schmeckt Tee mit Rum am besten und
zwar an einem kalten Wintertag. Gemütlich
auf dem Sofa bei einem spannenden Krimi.

Landmark hat ja einen sehr ausgefallenen
Musikgeschmack. Passt irgendwie zu ihm.
Hoffe, dass er auch nicht so aussieht wie
die Typen im Video.

Wünsche ein schönes Wochenende.

Lieben Gruß

Sigrid


RE: Das Café 'UnPolitisch' - landmark - 25.03.2022

Hallo Manfredo,

es gibt auch viel jüngere als „Schiller“.
Allerdings … Schiller mit Konfuzius zu vergleichen … das ist als würdest du Fußball mit Brotbacken vergleichen. Noch nicht einmal die selbe Tätigkeit!
Schiller war Künstler und kein Philosoph … und schon gar nicht aus China … und nicht einmal ansatzweise aus dem selben Jahrhundert.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Jordan Peterson bewundere. Ich Wahrheit gehe ich damit sogar manchen aus meinem Umfeld gehörig auf den Sack.
Ist mir egal!
Warum?
Der Mann hat auf die Frage einer Studentin: „Was ist Bedeutung?“, zwei Antworten angeboten und drei Antworten gegeben! Eine davon ist der „Orienting-Reflex“. Ein biologischer, neuronaler Reflex! Das ganze wurde auf Video gebannt und ist auf YouTube abrufbar! Falls es dich interessiert, Du findest es unter dem Titel: “Jordan Peterson - Full Address and Q&A - Oxford Union“. Es ist fast 1:15 Stunden lang … in Englisch.
Allein DIESE Schilderungen sind für mich … mehr als Erkenntnis. Es ist für mich die Schönheit AN SICH!

„Wenn Du lehrst, dass Egoismus nie der Gemeinschaft dient sondern immer nur einer einzigen Person, dann setzt sich diese Erkenntnis mit der Zeit durch.“ Das habe ich auf die Frage von Lothar, nach einem neuen Schulsystem geantwortet. Daran glaube ich.
Es ist die Erkenntnis des Individuums! Auch daran glaube ich.
Ich glaube an die Souveränität des Individuums und an die Anarchie im Sinne von Pierre-Joseph Proudhon als „Ordnung ohne Herrschaft“.
Ich glaube auch, dass wir Hierarchien brauchen, allein um uns entscheiden zu können.
Wenn ich dir die Frage stelle: „Welche Bücher nimmst Du auf eine einsame Insel mit?“, dann wirst Du automatisch eine Hierarchie aufbauen.
Das heißt aber nicht, dass Hierarchien nicht korrumpierbar wären. Auch durch einen selbst.
Es geht nicht darum, das Richtige für SICH selbst zu finden. Ich halte das für einen Trugschluss.
Egoismus dient nur einem Einzigen - dem Egoisten … und das ist nicht hilfreich.
Als Individuum MUSS ich das erkennen. Erkennen … nicht einfach nur begreifen.
Also muss ich verstehen, dass ich mein individuelles Dasein nur dann leben kann, wenn ich mit anderen Individuen zusammen arbeite - nicht unbedingt als Gruppe, aber als „Menge“ von Individuen, wobei das Grundprinzip der „Gegenseitigkeit“ nicht unbedingt des „Miteinander“ gelten sollte. Ist ein Unterschied, der nicht unerheblich ist. So ist Integration mitnichten „Gegenseitigkeit“. Ein Synonym für „integrieren“ ist „assimilieren“ … und DIE Problematik dürfte jedem Trekkie bekannt sein.

Ich glaube aber auch an den „freien Willen“. Also hat jeder das Recht, Scheiße zu bauen. Aber nach mehrfachem „Scheiße bauen“ erwarte ich von einer Spezies, die sich selbst als „intelligent“ definiert, dass sie auch dementsprechend handelt. ALSO …aus „ihren“ Fehlern … auch der, der Vergangenheit lernt.
Dummheit ist somit „Ignoranz“ … auch zu ignorieren, dass man vollkommen auf dem Holzweg ist.
Gepaart mit „Arroganz“ … nicht auf einen entsprechenden Rat zu hören, führt es in die Katastrophe.

Philosophie ist die „Alleslehre“, meines Erachtens. Sie hilft dir, deinen Platz in der Welt zu finden und zu ergründen, wie Du diesen Platz einnehmen kannst.
Auch Religion ist Philosophie.
Ich glaube, dass Begriffe wie „Vitalität“ gestohlen worden sind … aus ihrer Definition herausgerissen, um sie in sektenähnliche Doktrinen in Geiselhaft zu nehmen. „Vitalität“ ist per Definition „Lebenskraft.
Damit macht der Satz von Daniel Stern … hä, hä STERRRRN! (Sorry, Insider! Hallo, estrb70!) ... keinen Sinn, denn da steht in Wahrheit: „Es gilt zu verstehen, dass die Vitalität des menschlichen Daseins Vitalität ist.“ Häh? Natürlich ist sie das! Was soll das?

Ich glaube, dass wir erkennen MÜSSEN, dass das Leben Leiden bedeutet. Und das ist nichts Schlechtes. Es macht uns auch nicht zu Opfern. Es fordert uns heraus, unser Limit zu ergründen und ein wenig darüber hinaus zu wachsen.
Eine Lüge, die ich äußern SOLL, um jemandes Gefühle nicht zu verletzen, ist eine Lüge, die zu einer Lüge kommt, die zu einer Lüge kommt und am Ende wissen wir nicht, was „Wahrheit“ eigentlich ist.
Das ist „nur“ einer der Gründe, warum ich die „Säule der Achtsamkeit“ zum Kotzen finde.
Bist Du dort gewesen? Kannst Du dorthin gehen? Hast Du gesehen, was ich geschrieben habe? Ich kann ja nicht mehr dorthin. Das war meine freie Entscheidung!

Wer seine Gefühle leugnet, leugnet sein Dasein!
ES GIBT KEINE NEGATIVEN GEFÜHLE!
Es gäbe negative Gefühle … das ist Schwachsinn!
Es gibt Feiglinge, die sich ihren Gefühlen nicht stellen - nicht stellen wollen. Und die verlangen dann von uns, dass wir auf IHRE Unfähigkeit, sich selbst zu hinterfragen, Rücksicht nehmen sollen.
Das ist falsch!
Ich persönlich lebe meine Gefühle dadurch aus, dass ich genau die entsprechende - entsprechende … nicht „gegensätzliche“ … Musik höre, denn genau DAS bin ich!

Ich weiß nicht, wie alt Du bist … oder welchen Hintergrund Du hast, aber Du solltest verstehen, dass Liebe zwar eine große Kraft ist, aber nicht jeder „Deiner Liebe“ würdig ist. Das funktioniert nicht. Es entwertet die Liebe sogar eher. Sie ist etwas Besonderes und Du willst sie jedem Dahergelaufenen geben?
Aber nur, weil jemand Deiner Liebe nicht würdig ist, heißt das nicht, dass Du oder Dein Gegenüber schlechte Menschen seid.
Wenn Du Hunger hast und ich setze dir zehn Gerichte vor, dann bildest Du eine Hierarchie an deren Spitze DAS Gericht steht, dass Du von den zehn Gerichten, am Liebsten isst. Dadurch triffst Du eine Entscheidung! OHNE diese Entscheidung, verhungerst Du.
Das ist im Leben mit zwischenmenschlichen Beziehungen ganz genau so!

Konfuzius hatte Unrecht!
Freud hatte Recht … zum Teil. Aber Freud hatte definitiv Recht, dass wir nicht Herren unseres eigenen Hauses sind. Du kannst nichts und niemand lieben, nur weil Du es so willst … oder weil irgendein Guru es so verlangt. Das klappt nicht.
Die Entscheidungen, die Du im Leben triffst, getroffen hast und noch treffen wirst ... die meisten davon geschehen vollkommen unbewusst. Da steckt keine höhere Erkenntnis hinter. Das ist ganz einfach Psychologie und Biologie. Nicht mehr!

Nach Freud kam Jung … und dann widerlegte Jung Nietzsche darin, dass wir in der Lage wären, unsere eigenen „Werte“ zu schaffen, was nicht der Fall ist, so Jung und … blah, blah, blah. :-)

Ach Du meine Güte … macht dieser Text überhaupt Sinn?
Siehst Du, so funktioniert mein Hirn!
Du wirfst mir ein paar Knochen hin und das kleine pawlowsche Hündchen macht eine Reise um die Welt.

Ich hoffe, etwas davon macht Sinn für dich. Sonst frag ruhig noch einmal nach.
Fragen sind eh willkommen.
Ich habe weiß Gott nicht alle Antworten.
Und ich werde auch nicht alle Antworten, DIE ich habe, geben.
Aber … man kann mich alles fragen.

So, das war für Manfredo.
Und jetzt sehe ich, dass estrb70 geschrieben hat.
Da gibt es eine ganz eigene Antwort.


Viele Grüße an Manfredo … und jeden anderen, der Konfuses bis zum Ende liest. :-)


RE: Das Café 'UnPolitisch' - landmark - 25.03.2022

Hallo und Guten Abend estrb70,
Ebenso ein fröhliches ‚Guten Abend‘ an Sigrid,
und auch alle Übrigen,

hey, Sigrid … die Hoffnung stirbt zuletzt. *zwinker*
Das lasse ich jetzt einfach so im Raum stehen … und zwar … dort drüben.

Ja estrb70, das ist ein Song über Alkoholismus. Was hast Du erwartet? Joe Cocker?
Und das Haus zu sein … Freud sagte, wir seien nicht Herren in unserem eigenen Haus. Das ist die bildliche Umsetzung … bezogen auf einen Alkoholiker. Das sieht nicht hübsch aus … aber es macht Sinn!

„Hurt“ ist ein Song über „Drogenabhängigkeit“, deshalb wollte Johnny Cash den ja auch Covern, nachdem er ihn gehört hatte.
Okay, „Hurt“ mit „Sober“ zu vergleichen … ist schon gewagt. Aber hey, besser als „Schiller“ mit „Konfuzius“ in einen Topf zu werfen. (Sorry, Manfredo. Aber ich konnte einfach nicht anders. lol)

Glaubst Du das Gedicht ist eine Mahnung?
Ich halte es eher für einen Tipp: Wenn Du ausgeschlafen bist, dann kannst Du es locker … mit einem Dutzend „Experten“ aufnehmen, die ermüdet sind.
Ist eher ein Gedicht FÜR … Moment, ich soll JETZT schon schlafen, damit ich später mitten in der Nacht ganz allein fit bin?
Da trinke ich doch lieber Tee!

Sigrid … ich habe nicht nur einen ausgefallenen, sondern auch einen sehr breiten Musikgeschmack. Guck 'mal … der ist soooooooooooo breit.
Eines meiner „All Time Favorites“-Alben ist … Trommelwirbel … „Hounds Of Love“ von Kate Bush. Besonders die „The Ninth Wave“-Seite. Ach, eigentlich das gesamte Album. Ganz große Kunst!

Und jetzt noch ein wenig Nachhilfe in Mathematik und Musik:
TOOL haben in ihrer Entwicklung sich geändert … und irgendwie wieder nicht. Schwer zu beschreiben.
Die haben auf dem Album „Lateralus“ das Titelstück mit der Fibonacci-Sequenz komponiert, sogar den Text!
Es gibt hier ein Audio:

https://www.songtexte.com/songtext/tool/lateralus-4bdbe32e.html

Selbst wenn es nicht gefällt, aber das muss man einfach einmal im Leben gehört haben.
Es ist Poesie! Nicht so wie „Sober“ … und länger.

Alter Schwede, da habe ich mich heute aber gut darum gedrückt, ein echt übles Thema anzugehen. Das verschiebe ich auch besser auf Montag.


Ich wünsche euch nun eine Gute Nacht und schöne Träume … liegen im Traum des Betrachters.