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Bezahlbare Wohnraum - Gast - 09.06.2021

Man könnte sagen dass wir ein Wohnungsproblem haben, wenn man bedenkt, dass einige sich mehrere Häuser leisten können, während andere obdachlos sind oder sich kaum eines oder sogar mieten leisten können. Dann gibt es einige, die sie erben, während andere sie nicht effektiv nutzen (zu viel Fläche für zu wenige Menschen). Die Realität ist, dass die Miet- und Verkaufspreise aufgrund der hohen Nachfrage durch die Decke gehen. Dies sollte jedoch kein Grund sein, sich opportunistisch auf Kosten der Bedürftigen zu verhalten. Wir sollten uns daran erinnern, dass sich der Nährwert einer Kartoffel nicht mit der Anzahl der hungernden Menschen ändert. Man könnte argumentieren, dass es möglich ist, in ländliche Gebiete zu ziehen, die im Allgemeinen billiger sind. Allerdings kann das Leben in der Stadt auch seine Vorteile haben, wie öffentliche Verkehrsmittel, kurze Arbeitswege (Fahrradnutzung), Einkaufsmöglichkeiten, soziales Leben und Zeitgewinn.

Hiermit möchte ich einige wilde Ideen vorstellen, in der Hoffnung, Lösungen zu finden.

Der Verkaufspreis von Altbauten sollte den Preis von ähnliche Neubauten nicht übersteigen, und Abnutzungskosten / Restnutzungsdauer sollen mitberücksichtigt werden. Der Verkäufer sollte den Standort/Lage nicht als Argument verwenden um den Preis hochzutreiben, da er den Standort nicht selbst aufgebaut hat. Sonst sollte er die Einnahmen aufgrund des Mehrwerts des Standorts an die Gemeinde zurückzahlen. Die Preise sollen also nicht aufgrund der Nachfrage und der Lage erhöht werden, sondern die Preise sollten durch den tatsächlichen (Rest)Wert des Gebäudes definiert werden, und objektive Kriterien könnten verwendet werden, um eine Auswahl zwischen den Käufern zu treffen, wie z. B. die familiäre Zusammensetzung, die Entfernung zur Arbeit (um Staus, Emissionen, ... zu vermeiden), der persönliche Beitrag zur Gemeinschaft in der Nachbarschaft, ... 

Ich glaube, Zweitwohnungen sollten generell verboten werden, um

- die Möglichkeit für leere/ineffektiv genutzte Häuser/Flächen zu reduzieren
- das Geld verdienen durch Nichtstun (Vermietung) nicht zu fördern, und Wohnungen nicht als Anlageobjekte auf Kosten von Bedürftigen zu nutzen 
- zu vermeiden, dass Grünflächen für neue Wohnungen verschwendet werden (auf Kosten von Natur, Fauna, Landschaftsschutz, Landwirtschafts- oder Freizeitflächen), weil die Menschen nicht mieten wollen oder sich das Wohnen in der Stadt nicht leisten können 
- die Anhäufung von Eigenheimen mit der Zeit aufgrund von Erbschaft, Reichtum, ... nicht zu fördern
- sich mit Bedürftigen, Obdachlosen, ... solidarisch zu zeigen

Der typische Wohnraumbedarf einer Person ist variabel (Aufwachsen in einem Zimmer im Elternhaus, miten einer kleinen Wohnung während Studiums/Erstbeschäftigung, Umzug in eine größere Wohnung mit eigener Familie oder Kauf eines Eigenheims mit vielen Sorgen und Schulden im Hinterkopf, und vielleicht schließlich die Umzug in eine kleinere Wohnung oder ins Altersheim) . Auch der Wohnort könnte sich ändern, je nach Studium, Job, Freundin, .... Um zu vermeiden, dass Menschen Geld für Miete verschwenden, neu bauen müssen aufgrund nicht verfügbarer oder auf lange Sicht ungeeigneter Häuser, mit Schulden leben müssen oder beim Kauf an einen festen Standort gebunden sind, könnte man auch an eine Möglichkeit denken, Häuser flexibel zu leasen mit einer Kaufoption, um die sich mit der Zeit ändernden Wohnraumbedürfnisse nach Bedarf zu befriedigen, ohne zu große finanzielle Nachteile /Schwierigkeiten.

Die allgemeine Idee ist, dass gemeinnützige Banken (ohne Gewinnzweck) den Bau oder Kauf von Häusern vorfinanzieren könnten. Diese Banken könnten diese Häuser an Bürger leasen, mit einer Kaufoption am Ende. Sie könnten auch erlauben, die Summe der gezahlten Leasingraten beim Umzug von einem Haus zum nächsten zu übertragen, nach Abzug bestimmte Abnutzungskosten/Renovationskosten. Auf diese Weise könnte man von einer Wohnung in die nächste umziehen, ohne viel Geld für die Miete zu verschwenden, und die vorhandenen Wohnflächen effektiv nach Bedarf nutzen. Wenn die Summe der gezahlten Leasingraten mit dem ursprünglichen Bau-/Kaufpreis eines Hauses übereinstimmt, könnte man das Haus kaufen, unter der Bedingung dass es nur an die gemeinnützige Bank zurückverkauft wird, wenn es nicht mehr benötigt wird. So könnte man bei Eintritt in den Ruhestand das Haus jederzeit wieder verkaufen und ein kleineres Haus mieten und die gezahlten Leasingraten (mit abgezogenen Nutzungskosten) als zusätzliche Altersvorsorge nutzen. Bei einem Umzug oder Verkauf sollte man also nur die Abnutzungskosten zahlen müssen, die die gemeinnützige Bank für die rechtzeitige Renovierung des Hauses oder für den Erwerb anderer Wohnungen verwenden kann. Die Leasingraten (Preis pro Quadratmeter) sollten so begrenzt sein, dass der Wohnflächenbedarf einer 1, 2, 3, ... -Personenfamilie mit einem einzigen Mindestlohneinkommen gedeckt werden kann, ohne die Betroffenen in die Armut zu treiben.

Ein Rechenbeispiel:

In diesem Beispiel werden die durchschnittlichen Baukosten verwendet. Die tatsächlichen Baukosten können in Großstädten 2 bis 5 mal so hoch sein, aber wie bereits erwähnt, sollte der Verkäufer den Standort/Lage nicht als Verkaufsargument verwenden, da es nicht sein eigener Verdienst ist.

Die durchschnittlichen Baukosten schwanken zwischen 1400-2200 € pro m2 (inkl. Grundstückskosten, Kosten für die Herrichtung sowie die Erschließung des Baugrundstücks, Kosten für die Baukonstruktionen, Kosten für die technische Anlage, Kosten für den Bau des Gebäudes, Kosten für die Inneneinrichtung, Kosten für die Außenanlage, Baunebenkosten), je nach Region oder Bundesland. Für ein 100 m2 Haus wären das im Schnitt 180.000 €. Bei (Miet-)Wohnhäusern gelten 80-100 Jahre als Richtwert für die Gesamtnutzungsdauer. Grundsätzlich ist allerdings zu sagen, dass diese in vielen Fällen deutlich überschritten wird. Wenn wir dieses Haus in 100 Jahren linear abschreiben (nicht-lineare Abschreibung wäre auch denkbar weil der erste Mieter die Wohnung in einem besseren Zustand erhält), würde dies eine monatliche Abwertung (Abnutzungskosten) von 180.000/100/12 = 150 €/Monat oder 1,5 €/m2/Monat bedeuten.  Die Mindestlohngrenze liegt derzeit bei 9,5 €/Stunde oder 1520 €/Monat. Wenn wir also die Leasingraten auf, sagen wir, 1/5 des Mindestlohns begrenzen, hätten wir eine Leasingratengrenze von 304 €/Monat. Bei dieser Leasingrate würden wir 150 €/Monat für Verschleißkosten zahlen und den Rest (154 €) zum Aufbau von Leasing-/Kauf-/Rentenfonds-Kapital verwenden.

Personen oder Haushalte, die mehr Platz belegen, als sie eigentlich für ihre familiäre Zusammensetzung benötigen, und somit die verfügbare Fläche nicht effektiv nutzen, könnten eine Umweltsteuer zahlen (zu viel Platz für zu wenige Personen, ein zu großer Garten für einen einzelnen Haushalt, ... bedeutet neubau, verlorener Platz für Natur/Wildnis/Landwirtschaft, ...), die auf der übermäßigen Nutzung basiert, während Personen, die weniger als normal nutzen, steuerliche oder andere Vorteile erhalten könnten. Diese Steuern könnten zusammen mit der Grundsteuer für die Renovierung, den Erwerb oder den Bau neuer Häuser verwendet werden.


RE: Bezahlbare Wohnraum - M. M. - 09.06.2021

(09.06.2021, 10:07)Gast schrieb: Man könnte sagen dass wir ein Wohnungsproblem haben, wenn man bedenkt, dass einige sich mehrere Häuser leisten können, während andere obdachlos sind oder sich kaum eines oder sogar mieten leisten können. [...]

Soweit ein Wort zu offenkundigen Verhältnissen, die man so keines Falls stehen lassen kann.
Darum sind Verbesserungsvorschläge nie zu viel bzw. auch mit Dank zu nehmen.
Wir Alle brauchen auch Leute, die mit daran arbeiten, die Welt quasi neu zu denken.
Denn wer die Geschichte nicht kennt bzw. in einem gewissen Umfang nicht begriffen hat, läuft nun mal Gefahr, sie zu wiederholen.
Das wir die momentanen Verhältnisse so nicht stehen lassen können, versteht sich im Kontext des wissenschatlichen Denkens ohnehin von selbst - bzw. sollte im Grunde selbstverständlich sein.
Weniger selbstverständlich scheint mir aber zu sein, wie weitgehenst mutig, wenn gar gewagt Menschen gewillt sind, allerlei systemische Verhältnisse neu zu denken und somit auch zu ordnen.
Und im Kontext Dessen bezweifele ich bereits, in wieweit monetaristische Konzepte überhaupt zukunftstauglich sein können.

Gruss, M.


RE: Bezahlbare Wohnraum - DirkSandmann - 10.06.2021

Hallo,

bei den Gedanken zu fehlendem Wohnraum muss man wohl differenzieren.

Das Problem ist m.E. nicht der fehlende Wohnraum, denn der ist mehr als reichlich vorhanden. Das Problem ist der Wohnraum, der entweder nicht bezahlbar ist oder schlicht am falschen Ort.

Gegen das Problem der Nichtbezahlbarkeit könnte die Politik sehr schnell etwas unternehmen. Wenn sie denn wollte! Den Willen kann ich aber leider nicht ansatzweise feststellen.
Hier wäre es sinnvoll, Luxussanierungen zu verhindern oder den Ersatz funktionaler, noch bezahlbarer Gebäude und Wohnungen durch teure Neubauten.
Leider trägt wohl die momentane Panik der Besitzenden vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems dazu bei, dass massiv in "Betongold" invertiert wird. Diese Investition soll dann natürlich über Jahrzehnte maximale Rendite bringen, was gegen bezahlbare Wohnungen spricht. Ich stelle in meinem Umfeld fest, dass immer mehr alte Bausubstanz vernichtet und neu bebaut wird. Da verschwindet ein altes Bauernhaus mitten aus der Stadt und zwei riesige Wohnwürfel mit zig Mietparteien bzw. Eigentumswohnungen entstehen. Diese kann man dann zu "Spottpreisen" um die 2500-3000€ pro m² erstehen. Bei Größen von 80-100 m² kann sich jeder selbst ausrechnen, dass das für Otto Normalverdiener jenseits aller Möglichkeiten liegt

Der andere Punkt hängt mit den immer wieder auftretenden Moden der Stadt- bzw. Landflucht zusammen. Die Firmen kommen ja nicht zu den Arbeitern, sondern umgekehrt wird es erwartet. Da aber industrielle Neubauten selten abseits der Metropolen oder wenigstens mittelgroßen Städte entstehen, bleibt den Arbeitskräften, die vom "platten Land" kommen nichts anderes übrig, als jeden Tag stundenlang zu pendeln und dabei wertvolle Lebenszeit zu verschwenden oder eben der Arbeit hinterher zu wandern. Ergebnis: Riesige Leerstände in den ländlichen Regionen und unbezahlbare Mieten in den Städten. Auch hier wäre die Politik gefragt, Anreize für Firmen zu schaffen, auch im ländlichen Bereich zu investieren.

Wobei dann wieder das Rattenrennen der Gemeinden im gegenseitigen Unterbietungswettbewerb bezüglich der Gewerbesteuer beginnt. Auch hier wäre es für den Gesetzgeber ein Leichtes, dies durch verbindliche Sätze zu beenden. Das würde dann auch die ständigen Erpressungen mit Abwanderung beenden, die z.B. immer wieder bei strittigen Erweiterungswünschen der Industrie aufkommen.

Man könnte auch darüber nachdenken, Fahrten zur Arbeit von z.B. mehr als 45 min. zu untersagen. Ich persönlich habe kein Verständnis dafür, dass immer wieder Arbeitnehmer sich bewerben, die dann zu ihrer Arbeitsstätte 1,5h und mehr pro Fahrt unterwegs sind, nur weil der Job so lukrativ ist. Diese Menschen gehören auch vor sich selbst geschützt, denn das hält niemand auf Dauer aus. Diese Gutverdiener haben dann oft auch noch kleine Wohnungen in der Stadt, um in der Woche beim Job, am Wochenende aber zuhause zu sein und blockieren diese Wohnungen für die, die sie wirklich bräuchten. Von der Umweltverträglichkeit dieser Pendelei auch in Verbindung mit dem nahezu völlig ramponierten ÖPNV auf dem Lande will hier gar nicht erst weiter ausführen...

Es gibt viel zu tun, von alleine bzw. ohne uns wird sich wohl nichts ändern.
Wir sind schon viele, aber wir müssen noch viel, viel mehr werden, also engagiert euch, tretet ein, unterstützt unser aller Anliegen, so gut ihr könnt. Wir können alle nur davon profitieren.

Wenn wir es nicht tun, tut es keiner.

Gruß
Dirk


RE: Bezahlbare Wohnraum - Gast - 10.06.2021

Vielleicht ist es sinnvoll, einen Begriff namens die "Lebensqualität"-Score einzuführen, der verschiedene Aspekten umfasst, die das soziale Wohlergehen definieren (Spaltung Reich-Arm, Wohnungsnot, Natur- und Tierschutz, Zufriedenheit der Bürger, Umweltverschmutzung, Verkehrsstaus, öffentlicher Verkehr, ...).
Der Wettbewerb um die niedrigsten Steuersätze zwischen den Gemeinden kann ersetzt werden durch ein Wettbewerb für die Beste "Lebensqualitäts"-Score durch die Steuereinnahmen stärker auf die Gemeinden zu verteilen die sich bemühen um einen besseren Lebensqualität anstatt um die höchste wirtschaftliche Wachstum.


RE: Bezahlbare Wohnraum - Andreas_aus_Mannheim - 10.06.2021

Hallo,

in diesem Text sind aus meiner Sicht eine ganze Serie von Denkfehlern:

1. "Man könnte sagen dass wir ein Wohnungsproblem haben, wenn man bedenkt, dass einige sich mehrere Häuser leisten können, während andere obdachlos sind oder sich kaum eines oder sogar mieten leisten können"

Falsch. Das ist kein Wohnungsproblem, sondern ein Einkommensproblem. Wer sich etwas nicht leisten kann, hat offensichtlich zu wenig Geld. Wer zu wenig Geld hat kann sich z.B. auch keine Segelyacht leisten. Das macht sein Einkommensproblem aber nicht zu einem Segelyachtproblem.


2. "Die Realität ist, dass die Miet- und Verkaufspreise aufgrund der hohen Nachfrage durch die Decke gehen."

Das ist auch nicht ganz richtig. Woher kommt denn die hohe Nachfrage? Die Nullzinspolitik der EZB überschwemmt den Markt mit Geld. Durch billigen Kredit lassen sich viele Menschen verführen, sich Immobilien zu kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten könnten. Dadurch wird die Nachfrage künstlich aufgeblasen. DAS lässt die Preise durch die Decke gehen.

Deine "wilde Ideen" zeugen davon, dass Du keinen Respekt vor Leistung und Eigentum hast.

Zweitwohnungen verbieten? Dann würden sehr viele Leute keine Häuser mehr bauen. Wie soll das denn bitte die Wohnungsknappheit lösen ?!
Ach so, "gemeinnützige Banken" sind die Lösung.
Woher kriegen die denn bitte das Geld, um Häuser zu bauen / "vorzufinanzieren" ?
Womit bezahlen die ihre Mitarbeiter, Büroräume, Computersysteme, Kredite, ... , wenn sie keinen Gewinn erzielen dürfen?

Wie sollen die wirtschaftlich erfolgreich sein (um mehr Häuser bauen zu bauen) wenn sie keinen Gewinnzweck haben?


- "Geld verdienen durch Nichtstun (Vermietung) nicht zu fördern"
Vermietung ist nicht "Nichtstun". Denn offensichtlich musste die Wohnung ja erstmal durch Leistung gebaut werden. Das hat Geld gekostet und deshalb darf der Besitzer auch Geld für die Nutzung der Wohnung verlangen.
- "Wohnungen nicht als Anlageobjekte auf Kosten von Bedürftigen zu nutzen "
Wer eine Wohnung vermietet, möchte eine marktübliche Miete. Das ist sein gutes Recht. Das geht auch nicht auf "Kosten von Bedürftigen". Wer bedürftig ist hat grundsätzliche Probleme. Die kommen nicht daher, dass jemand seine Wohnung vermeintlich "zu teuer" vermietet.


Die eigentlich Ursache für nicht bezahlbaren Wohnraum ist der Staat.
- Viele Leute können sich eine Wohnung nicht leisten oder nicht auf eine eigene sparen, weil ihnen der Staat zu viele Steuern abpresst.
- Die Preise der Wohnungen steigen, weil der Staat sein Geldmonopol missbraucht: er erzeugt Inflation (durch ständiges Drucken von Geld) und manipuliert die (Kredit)Zinsen. Das lässt aktuell die Immobilienpreise explodieren.

Mein Fazit: Du verkennst das Problem weshalb Deine "Lösung" nicht funktionieren wird.


RE: Bezahlbare Wohnraum - M. M. - 10.06.2021

(10.06.2021, 09:48)Andreas_aus_Mannheim schrieb: Hallo,

in diesem Text sind aus meiner Sicht eine ganze Serie von Denkfehlern: [...]

Stimmt, womit aber auch nicht ausgeschlossen werden kann, gemachten Denkfehlern mit eigenen Denkfehlern zu begegnen.
Darum an dieser Stelle mal ein paar Gedanken, oder möglicherweise Denkfehler, meinerseits, zumal 'dieBasis' auch für Vielseitigkeit steht.

Nun, immer wenn sich Menschen über soziale Schieflagen auslassen, dann reden sie zumeist über Geld.
Dabei bleibt ebenso zumeist unbedacht, was denn Geld überhaupt ist.
Was also ist 'Geld'? Meine Antwort darauf lautet schlicht: Geld ist nur eine abstrakte Größe.
Und genau diese Abstraktion soll - wie bereits eh und je? - über alles und jedes bisschen Reales bestimmen?
Aus meiner Sicht stellt das ein grauenhafter Blick in Richtung Zukunft dar, zumal wir Helden des Universums seit Jahrtausenden nichts anderes erleben, alsdass sich Geld bzw. die Gelderfindung als der größte Störfaktor zur Bildung eines ganzheitlichen Sozialgefüges erwies.
Die Erfindung des Geldes klärt zwar nicht über ungleich ältere Denkfehler auf bzw. darauf sie basieren, konnten Werttheorien ohnehin bis Dato nicht schlüssig begründet werden.
Wie entstehen also überhaupt "Werte" bzw. im Konkreten "Sachwerte"?

Die Antwort darauf ist viel einfacher, als die meisten Indoktrinierten der Geldreligion zu denken wagen, entstehen sie aufgrund von Knappheiten bzw. künstlich erzeugten Mangel.
Dabei geht es noch nicht mal darum, dass zu wenig Geld da wäre (man braucht es ja nur zu drucken), geht es vielmehr darum, dass Gütermengen grundsätzlich verknappt werden müssen, um auf diese Weise 'Sachwerte' erzeugen zu können.
Hierzu ein simples Beispiel:
Vor 4 Jahren stellte sich Fr. Merkel in der Wahlarena den kritischen Fragen anwesender Bürger des Landes. Mitunter beklagte eine Unternehmerin im Bereich der Milchproduktion, dass sie auf zunehmend mehr Kühe, und somit auch auf zunehmend mehr Arbeitsaufwand, angewiesen sei, um allerlei Fixkosten dem Fall der Milchpreise irgendwie beizukommen.
Diese Klage war auch insofern berechtigt, zumal wir doch Alle gelernt haben, dass je größer Gütermengen werden, sie um so billiger zu haben sind (Adam Smith lässt mit seiner 'Unsichtbaren Hand des Marktes" grüssen).
Die Milchproduzentin schlug zur Lösung dieses Problems vor, die Produktion der Milchmengen so zu verringern, auf das sich nicht nur Arbeitsaufwendungen und sonstige Belastungen deutlich verringern, sondern sich daraus auch wieder verbesserte Arbeitsbedingungen sowie Einkünfte erzielen ließen.
Zwar hat sich bis Dato an dieser Situation nichts geändert (Show ist halt Show), versprach aber Fr. Merkel sich darum zu kümmern.
Was aber hätte Fr. Merkel ändern können, wenn sie der Bitte der Milchproduzentin gefolgt wäre?
Spielen wir das mal durch:
Milchmengen werden also reduziert, zugleich der Preis entsprechend steigen darf - einerseits.
Andererseits kann dennoch jeder Bürger den nun erhöhten Milchpreis aufbringen.
Blöd hingegen ist nur, dass wer zuletzt kommt, vor leeren Milchregalen steht, weil ja deren Mengen reduziert wurden.
Abschließende Frage (besonders gerichtet an unsere Wirtschaftsexperten):
Wie werden eigentlich im Wirtschaftgeschehen Menschen kategorisch verbucht, die zwar Geld genug haben, aber nicht kaufen können, weil die Angebotsmenge nicht vorhanden ist?

Oftmals scheint mir, dass der gesamte Wirtschaftkomplex nichts anderes darstellt, als ein Spiegel des menschlichen Hirns.
Wie wir auch wissen, gibt es überaus denkfähige und weniger denkfähige Hirne - halt je nach nach Dichte vorhandener Neurotransmitter und sonstiger Vitalitäten. Unterscheiden wir also vereinfacht gesprochen, zwischen guten und schlechten Hirnen.
Und was vermögen 'gute Hirne' im Vergleich zu 'schlechten Hirnen' zu leisten, wenn nicht, dass 'gute Hirne' blanken Unsinn nur schneller erlernen und ausweiten können?
Denn nichts Anderes scheint 'Hüben' wie 'Drüben' dargeboten zu werden (Denkfehler vs. Denkfehler).

Es gibt aber auch beeindruckt korrekte Erkenntnisse, davon eine lautet: "Geld regiert die Welt!"
Man mag kaum mehr darüber staunen, was nicht alles die Welt regiert, konnten zumindest einige Götter in den Ruhestand geschickt werden. Um so beauerlicher ist für Regierte, dass im Besonderen manch 'Alleinherrscher' nicht zur Ruhe findet (JHWH lässt neben der 'Unsichtbaren Hand des Marktes' grüssen).
Unser Aller Problem jedoch, dass Geld der größte Störfaktor, hin zu einem ganzheitlich erlebenswerten Sozialgefüge, darstellt, ist aber noch immer nicht aus der Welt geschafft.
Und wehe jedem, der/die da meint, die Zeit zur ersatzlosen Verwerfung absurder wie überalteter Werttheorien, mitsamt allen Folgeerscheinungen, sei noch längst nicht überfällig, oder sei zu utopisch, oder sonstwie unvertretbar, sollte eher die CDU, statt dieBasis wählen und weiterhin in Kauf nehmen, früher oder später für eine Hand voll Dollar niedergestreckt zu werden (nun lasse ich auch noch 'XY ungelöst' grüssen).

Darum nochmal anders gesagt: Die Welt bzw. überhaupt das Universum war von Anfang an >im Ganzen!< völlig kostenlos.
Somit wurden erstmalig so genannte "Werttheorien" von Menschen bzw. von einer bereits jahrtausenden alten Menschheit erdacht / erfunden / ersonnen / ersponnen...
Bis zu diesem Zeitpunkt galt einzig die Grundregel: Wie kriegen wir die Schaffung möglichst stabiler Lebensbedingungen hin?
Und was machen wir heutigen Neandertaler von Morgen? Wir schlagen uns gegenseitig die Köpfe ein, nur weil sich unverstandene Geldsysteme selbst zerstören, zugleich wir sehen, dass sich ansonsten nichts in der Welt geändert hat - somit also nach wie vor überall Autos in der Gegend herumstehen, die Schaufenster voll von nutzbaren Artikel sind und dass Pflanzen wie Tiere sich deswegen kein bisschen anders verhalten, als zu jeder anderen Zeit zuvor.
Nur wir überaus geniale Unsinnsmacher stellen uns bewachend vor einen Berg Kartoffel und lassen ihn nötigenfalls verfaulen, nur weil zu wenig buntbedruckte Papierzettel in Umlauf sind, oder gar der Strom ausgefallen ist und deswegen niemand mehr mit Bit- und Bytes-Geld bezahlen kann.

Hier abschließend ein Gedankenexperiment:
Stellen wir uns doch einfach mal vor, das wenn alles Geld der Welt - quasi über Nacht - vollständig verschwände, hingegen aber Ackerböden, Fabriken, menschliche Arbeitskräfte und auch sonstige Ressourcen erhalten und intakt blieben; könnten wir dann nicht weiterhin alles herstellen, was wir brauchen, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen?
Wir Menschen benötigen überhaupt kein Geldsystem, sondern den freien Zugang zu all jenen Dingen, die wir zur Umsetzung / Realisierung einer intakten Welt benötigen - niemand bräuchte sich über finanzielle Sicherheiten zu sorgen oder irgendeine Bürokratie um ein Stückchen Brot anzubetteln.
Vielmehr könnten wir in einer vollumfänglich kostenfreien Welt realisieren, was immer uns in den Sinn kommt.
Und was uns Menschen nicht so alles in den Sinn kommen kann, wage ich gar nicht erst anzureißen, zumal ich dann Gefahr laufe, doch noch Fan von dieser Spezies werden zu können.

In diesem Sinne, M.


RE: Bezahlbare Wohnraum - Gast - 10.06.2021

Geld oder der Besitz von materiellem Reichtum bedeutet nicht automatisch Leistung oder Verdienst. Angenommen, Sie haben Geld (verdient, geerbt, gestohlen, ...was auch immer) und Sie wollen ein zweites Haus zur Miete bauen. Die erste Frage ist: Warum wollen Sie ein zweites Haus? Weil Sie teils an einem, teils an einem anderen Ort leben wollen? Weil Sie mehr Geld verdienen wollen, als Sie bereits haben? Weil Sie eine bessere Rentenabsicherung wollen? Weil Sie helfen wollen, Wohnungen für Mieter bereitzustellen? ... Was ist Ihre Motivation? Vielleicht gibt es mehrere Gründe, aber es gibt immer einen Hauptgrund, der mehr Gewicht/Priorität hat und der sich schließlich auf die eine oder andere Weise in Ihren Beziehungen und Interaktionen mit anderen zeigen wird.

Die zweite Frage ist, wer wirklich die Arbeit für das zweite Haus, das Sie bauen wollen, leisten wird? Sie haben Geld (das Sie auf die eine oder andere Weise erworben haben), Sie kontaktieren einen Bauunternehmer, der das Haus baut und am Ende können Sie das Haus vermieten und Gewinn machen. Wer hat die meiste Leistung erbracht, der Mann, der den Bauunternehmer kontaktiert, um das Haus zu bauen, der Bauunternehmer, der das Haus tatsächlich baut, sagen wir in mehreren Monaten, oder der Mieter, der jahrelang 8 Stunden am Tag arbeitet, um den Bauunternehmer und den Vermieter zu bezahlen. Wer hat die meiste Arbeit geleistet? Wer muss am härtesten/am längsten arbeiten? Wer verdient Ihrer Meinung nach den meisten Respekt? Nicht ich bin es, der keinen Respekt vor der Arbeit anderen zeigt, sondern Sie sind es, der die Arbeit anderer abwertet. Sie können natürlich sagen, dass es besser ist, "schlauer" als härter zu arbeiten, aber wenn alle so denken würden, hätten wir nur noch Vermieter und keine Mieter. Ihrer Antwort lässt vermuten, dass die Leistung des Vermieters den größten Respekt verdient. In diesem Fall haben Sie nichts am Staat oder dieser Gesellschaft auszusetzen, denn es funktioniert genau so mit Staaten (Vermietern) und Bürgern (Mietern), man muss sich nur in der Politik hocharbeiten.

Die dritte Frage ist, warum soll der Mieter Sie auch noch bezahlen? Warum kann sich der Mieter nicht direkt an den Bauunternehmer wenden und direkt ein Haus bauen? Warum soll er Miete an Sie zahlen, anstatt monatliche Kreditraten an die Bank zu zahlen? Weil Sie es verdient haben? Weil Sie ihn weniger erpressen wollen? Menschen gegeneinander auszuspielen und dann dem Meistbietenden anzubieten, mag marktüblich und ein Grund sein, zu hohen Preisen zu vermieten, ist aber sicher nicht nachhaltig und im besten Interesse der Gemeinschaft. Was ist die Rechtfertigung des Standorts für den Preis des Objekts? Hat der Vermieter den Standort/Lage selbst aufgebaut? Wenn es marktüblich ist, sich vom Staat erpressen zu lassen, sollten wir dann auch erpressen ? Wenn es marktüblich ist, eine Maske zu tragen, sollen wir vielleicht alle Maskendeals machen? Die Bedürftige sind nicht die einzige die grundsätzliche Probleme haben. Es geht nicht um was marktüblich ist, sondern um was richtig und fair ist. Was bringt uns weiter als Mensch und Gesellschaft? Das, was Sie heute als marktüblich beschreiben?

Was ist ein Einkommensproblem? Wer entscheidet, was die richtige Höhe des Einkommens/Gehalts für eine bestimmte Art von Arbeit ist? Was sind Ihre Kriterien, um zu entscheiden, wer wie viel verdienen sollte und was eigene Leistung ist? Warum hat jemand zu wenig Geld? Weil er 8 Stunden am Tag arbeitet und nicht 24 Stunden am Tag wie die Wohlhabenden? Oder weil die Arbeit, die ein Bauer leistet, weniger wertvoll ist als die Arbeit, die ein Geschäftsmann leistet? Es scheint allerdings so dass einige Menschen sich für wichtiger und wertvoller halten als andere, was sich in ungleichen Gehältern widerspiegelt. Aber ist das wirklich der Fall? Was ist ein Geschäftsmann mit einer Idee wert, wenn er keine Mitarbeiter hat, die die Drecksarbeit machen? Was ist Geld wert, wenn es keine Bauern gibt, die für Nahrung sorgen? Macht es Sinn, Menschen zu glorifizieren, die bestimmte natürliche Fähigkeiten haben, während andere andere natürliche Fähigkeiten haben, die aber genauso wichtig und notwendig sind? Sollten wir körperlich oder geistig behinderte Menschen anders behandeln, weil sie einige Fähigkeiten nicht haben? Warum fällt es uns so schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass alle Mitarbeiter gleich viel wert sind, wenn sie ihren Fähigkeiten entsprechend handeln, dass keiner von uns einzeln viel wert ist, sondern dass wir nur gemeinsam Größeres erreichen können?

Was glauben Sie, warum streiken die Menschen? Weil sie keinen Respekt vor der Leistung der Geschäftsleute haben? Oder weil die Unternehmer keinen Respekt vor der Leistung der Arbeiter haben?
Menschen mit Macht/Geld/Häusern... können andere dazu zwingen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen (billiglohn Arbeit, Mieten, Impfung für Freiheit, ... ). Auf der anderen Seite kann Armut Menschen auch dazu zwingen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen (Kriminalität, Drogen, Stehlen, ...), um Geld zu verdienen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen und zu verwenden. Das ist kein Einkommensproblem, das ist ein moralisches Problem. Jede Entscheidung, die wir (oder der Staat) treffen, ob wir Geld haben oder nicht, ist ein Spiegelbild unserer Persönlichkeit und unserer Moral. Wer entscheidet, wie viel jemand verdienen soll? Wer entscheidet, was verdient ist und was nicht?

Wenn Sie keine Ethik und Moral in der Gesellschaft wollen, dann haben Sie nicht viel zu beklagen. Wenn Sie der Meinung sind, dass der Markt die Einkommen bestimmen sollte, dann sollten Sie sich auch nicht über den Staat beschweren, denn das ist es, was der Markt entschieden/genehmigt hat (auch der Staat muss Geld verdienen, und was jetzt passiert, ist auch marktüblich in der Welt). Wenn Sie der Meinung sind, dass der freie Markt entscheiden sollte, dann müssen Sie auch allen Politikern Respekt zeigen, denn das hat der Markt entschieden, Sie müssen der Europäischen Zentralbank Respekt zeigen, denn sie beschäftigt Leute, die der Markt ausgebildet hat, Sie müssen den profitorientierten Versicherungs- und Gesundheitssystemen Respekt zeigen, denn das hat der Markt entschieden, Sie müssen jedem und jeder Entscheidung Respekt zeigen, denn der Markt basiert auf unseren Handlungen, unsere Stimme, unsere Abstimmung, unsere Schweigen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Banken gewinnorientiert sein sollten, dann sollten Sie sich keine Sorgen um die EZB machen, dann sollten Sie sich keine Sorgen um den Zusammenbruch des derzeitigen Finanzsystems machen, dann sollten Sie sich nicht beschweren, wenn der Staat Banken mit Steuergeldern rettet, schließlich sind sie derzeit alle gewinnorientiert. Und wie Sie sehen, bedeutet gewinnorientiert zu sein auch nicht, dass sie wirtschaftlich erfolgreich sind. Kein Gewinnzweck zu haben, bedeutet nicht, dass sie keinen Gewinn machen können, es bedeutet nur, dass der Gewinn an die Gemeinschaft zurückfließt und nicht an ein paar Aktionäre. Der Staat druckt Geld und stellt es den Banken zur Verfügung. Die Banken verleihen das Geld an Unternehmen und können im Gegenzug Aktien kaufen (um Gewinn zu machen). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gewinn zu machen, die ich in diesem Thread nicht alle erklären kann.

Das Problem für den bezahlbaren Wohnraum ist nicht der Staat, schließlich verkauft der Staat diese Häuser nicht. Wenn der Staat etwas tut, das sich schlecht auf Sie auswirkt, bedeutet das nicht, dass Sie jemand anderen dafür bezahlen lassen müssen. Zinsen sind nicht die Lösung. Sie fördern das Geldverdienen durch Nichtstun. Sie erlauben den Menschen, mehr Kapital zu schaffen, nur weil sie Kapital haben, und schaffen damit mehr Probleme. Das hat nichts mit eigener Leistung/Beitrag zu tun. Die Reichen (was ein kleiner Bruchteil der Menschen ist) werden nur reicher und die Armen ärmer (ihre Schulden werden größer), weil die Gesamtmenge des Geldes begrenzt ist. Weil das Geld auf wenige Leute konzentriert ist, hat ein großer Teil der Menschen nicht viel Geld, mit dem Ergebnis, dass der Staat mehr Geld drucken muss, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Am Ende werden die Schulden/Inflation auf alle verteilt, nur weil ein paar Leute gierig sind und nicht verantwortungsvoll handeln wollen.
Die gleiche Argumentation kann auf alles andere angewendet werden. Wenn Sie Macht/Kapital/Immobilien/Ernäherungsmittel ... bei einigen wenigen Leuten konzentrieren, werden Sie überall soziale Probleme bekommen, weil jemand diese Dinge nicht zum besten Interesse der Gemeinschaft nutzt, sondern zum persönlichen Vorteil. Es ist klar, dass die Reichen und Wohlhabenden in der heutigen Zeit, in der es keine Zinsen mehr auf Bankkonten gibt, nach anderen Märkten wie z.B. Wohnungsbau, .... suchen, um ihre Geschäfte weiterzuführen auf Kosten anderer. Aber es bringt uns nicht weiter, die Zinsen wieder zu erhöhen, um die Miet-/Wohnkosten, Versicherungskosten, ... zu senken. Wir können nicht das eine Übel zulassen, damit das andere Übel verschwindet. Besser ist es, Probleme stetig und konsequent zu lösen, indem man die Habgier Schritt für Schritt vertreibt.

Wenn Sie eine Gemeinschaft wollen, die auf dem freien Markt und einer "Survival of the fittest"-Mentalität basiert, dann haben Sie nichts zu beklagen, denn das ist es, was Ihnen heute serviert wird, da jeder denjenigen erpresst, der in der Hierarchie unter ihm steht (Reiche --> Staaten --> Zivilisten --> Tiere --> Natur). Es sollte klar sein, dass die Gewinnmargen geringer werden, je weiter man die Leiter nach unten klettert weil die an der Spitze die Gierigsten sind. Wenn man ein besseres Leben will, sollte man auch an andere (z.B. Mieter, ...) denken, es sei denn, Sie glauben und vertrauen auf Ihre eigene Leistung um die Welt/Deutschland zu ändern.


Mein Fazit:
Die Lösung funktioniert bereits, mit dem einzigen Unterschied, dass derzeit im Hintergrund der Gewinn an die Banken (bzw. deren Aktionäre) und die Immobilienriesen geht und nicht an die Gemeinschaft. Versuchen Sie nicht, aus Angst um Ihren Ruhestand Geld anzuhäufen, wenn Sie nicht wissen, was morgen passiert. Oder seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Plan nicht aufgeht. Helfen Sie mit, ein verlässliches Rentenversicherungssystem aufzubauen, anstatt auf dem Rücken anderer Geld zu verdienen. Streben Sie nicht nach persönlichem Ruhm, sondern nach dem Gemeinwohl, denn ganz allein sind Sie nicht so stark.